DM Vielseitigkeit: Frank Ostholt ist neuer Deutscher Meister
von Uta Helkenberg
Schenefeld (fn-press). Frank Ostholt ist neuer Deutscher Meister in der Vielseitigkeit. In Hamburg-Schenefeld sicherte sich der Mannschafts-Olympiasieger aus Warendorf mit seinem 13-jährigen Hannover Wallach Air Jordan zum dritten Mal den nationalen Titel. Die Silbermedaille ging an Olympia-Reservistin Beeke Kaack (Schmalensee), Simone Deitermann (Saerbeck) landete auf dem Bronzerang.

Mit dem besten Dressurergebnis des Teilnehmerfeldes von 41,8 Minuspunkten übernahm Frank Ostholt (rechts) bereits nach der ersten Teilprüfung die Führung und gab diese weder im Gelände noch im Springen wieder ab. Dennoch machte es der neue Meister im Parcours noch einmal spannend. Unter Druck gesetzt durch eine Nullrunde der bis dahin drittplatzierten Beeke Kaack (Endstand 44,6 Bild unten) leistete sich Frank Ostholt zwar keinen Abwurf, verbrauchte jedoch den ohnehin schon geringen Vorsprung durch zwei Zeitfehler bis auf knappe 0,8 Punkte. "Ich hatte mit meinen zweiten Pferd Little Paint zwei Abwürfe und bin daher mit Air Jordan ganz kontrolliert geritten. Ich war mir auch nicht ganz sicher, ob es mit der Zeit reicht. Als durch den Lautsprecher kam: 'Kein Abwurf, aber...', da dachte ich schon, das war's", so Ostholt. Das wäre es auch gewesen, wenn sich seine bis dahin engste Verfolgerin Simone Deitermann nicht einen Abwurf geleistet hätte. Damit landete sie mit einem Endstand von 47,0 Punkten auf dem Bronzerang vor Kai Rüder (Blieschendorf), dem mit Leprince de Bois dank einer Nullrunde im Springen fast noch der Sprung aufs Treppchen gelungen wäre (49,1). Fünfter der 45. Deutschen Meisterschaft wurde Ostholts Olympia-Teamkollege Andreas Dibowski (Egestorf) mit Nachwuchspferd FRH Fantasia.
Mit seinem Sieg steht Frank Ostholt nun in einer Reihe mit Otto Ammermann, Dr. Matthias Baumann, Ingrid Klimke und Bettina Hoy, die den Meistertitel in der Vielseitigkeit ebenfalls drei Mal erringen konnte. Unangefochtene Nummer eins der Titeljäger bleibt allerdings Horst Karsten (Delmenhorst), der im Laufe seiner Karriere fünf Mal ganz oben auf dem Treppchen stand. "Ich habe einen unglaublichen Lauf in diesem Jahr", strahlte Ostholt nach seinem Sieg. Diese begann im Frühjahr mit dem Sieg im Berufsreiterchampionat Vielseitigkeit und führte über Goldmedaillen bei den Westfälischen Meisterschaften, bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Hünxe und den Olympischen Spielen und nun bei der Deutschen Meisterschaft. Und noch ist die Saison für den Warendorfer nicht zu Ende. So stehen für ihn unter anderem noch drei bedeutende Turniere in Frankreich auf dem Programm: das Weltcupfinale in Deauville, die Vier-Sterne-Prüfung in Pau sowie die Weltmeisterschaften des Jungen Vielseitigkeitspferdes in Lion d'Angers.
Insgesamt gingen in Schenefeld 21 Paare in der Weltcupqualifikationsprüfung an den Start, 17 Paare bewarben sich um den Meistertitel. "Sicher fehlten durch die Olympischen Spiele einige gute Paare in Schenefeld, auch die Weltcupprüfung im französischen Cherbourg am vergangenen Wochenende hat uns einige Starter gekostet. Aber gerade in der Deutschen Meisterschaft hatten wir ein sehr gutes Starterfeld. Dazu kommen ja noch die Teilnehmer an der nationalen S-Prüfung, die speziell für jüngere Reiter und Pferde ausgeschrieben war und in der wir einige sehr vielversprechende Kombinationen gesehen haben", sagte dazu Bundestrainer Hans Melzer (Putensen).
In der nationalen S-Prüfung gelang der 21-jährige Sandra Auffarth (Warendorf) mit dem selbstgezogenen Oldenburger Carlos ein Start-Ziel-Sieg vor dem niederländischen Olympiareiter Tim Lips mit Van Schijndel's Owaola und Vorjahressiegerin Julia Mestern (Neritz), die in diesem Jahr im Sattel von Hamlett saß. Überschattet worden war diese Prüfung durch den Sturz des für Kroatien reitenden Pepo Puch am Geländetag. Der Reiter war an Hindernis fünf unglücklich von seinem Pferd Lady Voltaire gestürzt und daraufhin zur weiteren Untersuchung in eine Hamburger Spezialklinik gebracht worden. Wie von dort zu hören war, hat sich sein Zustand inzwischen minimal gebessert. In einer entsprechenden Pressemitteilung wurde von einer positiven Tendenz gesprochen.

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Fotos vom 3*-Gelände!!
DM Vielseitigkeit: Frank Ostholt nimmt weiter Kurs auf Titel
von Uta Helkenberg
Hamburg-Schenefeld (fn-press). Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt bleibt auf dem Weg zu seinem dritten deutschen Meistertitel. Beim Titelkampf in Schenefeld absolvierte der Warendorfer den Geländeritt mit seinem 13-jährigen Hannoveraner Wallach Air Jordan ohne Zeit- und Hindernisfehler und konnte damit sein Ergebnis von 43,3 Minuspunkten und seine Spitzenposition aus der Dressur behaupten.

Aber nicht nur Ostholt, auch seine engsten Verfolgerinnen Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau H und Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang beendeten die rund 4.000 Meter lange Strecke mit ihren 27 Hindernissen fehlerfrei und bleiben dem Führenden damit hart auf den Fersen. Ihr Abstand beträgt weiterhin nur 1,2 beziehungsweise 2,8 Punkte, also weniger als einen Abwurf im morgigen Springen, das als dritte und letzte Teilprüfung den Abschluss der Deutschen Meisterschaft bildet. "Ich hatte auf der ganzen Strecke ein gutes Gefühl, bis auf einen Rumpler an der Wellenbahn ist mit beiden Pferden alles super gelaufen", so Ostholt, der mit seinem Zweitpferd Little Paint zusätzlich auch den fünften Platz (50,0) vor seinem Hongkonger Teamkollegen Andreas Dibowski (Egestorf) mit FRH Fantasia (51,8) belegt. Auf dem vierten Platz liegt mit 49,1 Minuspunkten Kai Rüder (Blieschendorf) mit Leprince de Bois.
Während Ostholt den Rumpler seines WM-Pferdes Air Jordan gut aussitzen konnte, hatten andere Reiter mehr Pech. Verschiedene Male kam im Verlaufe der Veranstaltung, die neben den Deutschen Meisterschaften auch zwei Rahmenprüfungen beinhaltete, die jüngste Änderung im internationalen Reglement zum Tragen, nach der ein Reiter nach dem ersten Sturz von der weiteren Prüfung ausgeschlossen wird. Während diese Stürze in den meisten Fällen für Ross und Reiter glimpflich ausgingen, wurde der für Kroatien startende Pepo Puch zur weiteren Untersuchung in ein Hamburger Krankenhaus geflogen. Puch war als zwölfter Starter einer Rahmenprüfung auf Drei-Sterne-Niveau auf die Strecke gegangen und mit seinem Pferd Voltaire an Hindernis 6a gestürzt. Sein Pferd blieb unverletzt.

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DM Vielseitigkeit: Frank Ostholt übernimmt Führung in der Dressur
von Uta Helkenberg
Hamburg-Schenefeld (fn-press). Freitag ist mit der Dressurprüfung der erste Teil der Deutschen Vielseitigkeits-Meisterschaft in Schenefeld zu Ende gegangen. Die Führung in der Zwischenwertung hat Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) mit dem Hannoveraner Wallach Air Jordan übernommen, mit dem er bereits zwei Mal den Titel erringen konnte. "Ich bin natürlich zufrieden, auch wenn ich ein noch etwas besseres Ergebnis angepeilt hatte", sagte Frank Ostholt nach seinem Ritt. "Aber am Ende ist Jo-Jo im Galopp etwas heiß geworden." So kam statt der angestrebten 37 Minuspunkte ein Ergebnis von 41,8 heraus, womit ihn knappe 1,2 Punkte von der Zweitplatzierten Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau H und 2,8 Punkte von Olympia-Reservistin Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang trennen. Ostholts Olympia-Mannschaftskollege Andreas Dibowski (Egestorf) rangiert mit Nachwuchspferd FRH Fantasia auf Platz sieben (47,8).  

"Jetzt gilt es, meine Position bis Sonntag zu halten", benennt Ostholt schmunzelnd sein Ziel für die DM. Damit würde er mit seinen Olympia- und WM-Teamkolleginnen Ingrid Klimke und Bettina Hoy gleichziehen, die seit 1999 jeweils drei Mal den Titel holten. Dass er in Schenefeld die Favoritenrolle innehat, sieht der zweimalige Aachen-Gewinner dabei locker. "Aber das hat auch Nachteile. Wenn's gut läuft, sagt jeder, 'das war ja klar'. Aber man hat ja in Luhmühlen gesehen, wie schnell im Gelände mal ein Vorbeiläufer passieren kann." Der Geländeritt als zweite Teilprüfung steht für Ostholt und die übrigen 19 Teilnehmer an der internationalen Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC***-W) morgen ab 15.30 Uhr auf dem Programm. Rund 4.000 Meter lang und mit 27 Hindernissen bestückt ist die Geländestrecke, die es auf dem Weg zum Sieg und zum Titel zu bewältigen gilt.
Für Frank Ostholt ist das Schenefelder Gelände vertraut. "Ich bin hier schon 1996, während meiner Zeit an der Bundeswehrsportschule, geritten", erinnert sich der 32-Jährige. Seither hat sich allerdings einiges geändert. Seit vier Jahren ist der Hamburger Verein, der auf eine weit über 30-jährige Tradition als Ausrichter von Vielseitigkeitsprüfungen zurückblicken kann, Gastgeber von Weltcupqualifikationen. In diesem Zusammenhang wurde nicht nur der Prüfungstermin auf den Sommer verlegt, sondern auch der Geländekurs in wesentlichen Teilen neu konzipiert. Seit 2006 ist Schenefeld außerdem Gastgeber der Deutschen Meisterschaft.

Alle Ergebnisse auch unter www.schenefeld-eventing.de