| CHIO Aachen: Deutsche Vielseitigkeitreiter gewinnen Nationenpreis Frank Ostholt wiederholt Vorjahressieg von Uta Helkenberg Fotos: Angela Schwinning |
Aachen (fn-press). Beim CHIO in Aachen haben die deutschen Vielseitigkeitsreiter ihren Vorjahreserfolg wiederholt. Erneut sicherte sich die Mannschaft von Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) den Sieg im Nationenpreis. Auch in der Einzelwertung der internationalen Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC***) blieb alles "beim Alten". Hier hatte erneut Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan die Nase vorn.Bereits nach der Dressur setzte sich das deutsche Team an die Spitze, wobei Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) das beste Ergebnis des Quartetts erzielte. In der Gesamtwertung musste das Quartett allerdings auf die aktuelle Luhmühlen-Siegerin verzichten, da sich Hoys Erfolgspferd Ringwood Cockatoo in der Springprüfung eine Zerrung am Hinterbein zugezogen hatte und daher vor dem abschließenden Geländeritt zurückgezogen wurde. Dennoch reichten die Ergebnisse von Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius Voigt-Logistik (Endstand 56,7/Platz fünf), Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas (Endstand 77,6/Platz 18) und Frank Ostholt mit seinem zweiten und designierten Olympiapferd Mr. Medicott (54,10/Platz drei) aus, um den Deutschen den Sieg zu sichern. Damit traten die Vielseitigkeitsreiter in die Fußstapfen der deutschen Voltigierer, Dressur- und Springreiter, die ihre Nationenpreise in Aachen ebenfalls gewinnen konnten. Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft Schwedens, die ebenfalls mit den potenziellen Olympiakandidaten bestückt war. Der dritte Platz ging an das aus Olympia-Reservisten bestehende Team aus Großbritannien. Auch in der Einzelwertung sahen die deutschen Teilnehmer "gut" aus. Nach einem verpatzten Start in der Dressur, konnte sich Frank Ostholt mit seinem Routinier Air Jordan dank eines fehlerfreien Springens und einer schnellen Nullrunde durch das Aachener Gelände auf den ersten Platz vorarbeiten (Endstand 50,2) und belegte darüber hinaus Platz drei mit seiner Olympiahoffnung Mr. Medicott. Dazwischen landete die Überraschung des Turniers, der erst 23-jährige Niederländer Tim Lips mit Blom's Oncarlos (51,70), der damit die Auflage seines NOK erfüllte, "unter den ersten Zwölf" zu landen, um ein Ticket für Hongkong zu lösen. Um das "Go" für Hongkong ging es in Aachen auch für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. So verfolgten Tausende Zuschauer nicht nur die Ritte der deutschen Mannschaftsreiter mit Argusaugen, sondern auch die der Einzelreiter. Zu ihnen zählte unter anderem der nach Luhmühlen als "fünfter Mann" für Hongkong nominierte Peter Thomsen, der eine von nur drei Nullrunden im anspruchsvollen Springparcours vorlegte, jedoch im Geländeritt nach einem Vorbeiläufer auf Platz 26 zurückfiel (99,30). Fehlerfrei im Gelände blieb dagegen Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang, die mit 30 Strafpunkten im Springen am Ende jedoch nicht über Platz 22 hinauskam (88,60). Die besten Leistungen erzielten Anna Warnecke (Osnabrück) mit Twinkle Bee (Platz 13/67,40) sowie Andreas Dibowski mit Euroridings Butts Leon. Der Egestorfer, der in Athen neben Hoy, Klimke, Ostholt und Romeike zum Olympiateam gehört hatte, belegte in Aachen Platz vier (54,1). Alle Ergebnisse hier: Einzel und Team |