+++ Back at home:
Marina Köhncke wurde in ihrem Heimatort Badendorf gebührend empfangen +++


Marina back at home!

Kleine Geschenke vom Dorfnachwuchs, herzliche Gratulationen der älteren Generation: Badendorf bereitete Marina Köhncke, die im Zweispänner von Volker Mangels zum Hof rollte, einen herzlichen Empfang. (Fotos aus der LN von Wolfgang Maxwitat)

Sprachlos, ratlos und ein wenig ungläubig blickte Marina Köhncke gestern Mittag drein. Der herzliche Empfang von über 200 Badendorfern, die die Straßen bei der Ankunft der Vielseitigkeitsreiterin säumten, hatte die zierliche Olympionikin überwältigt. "Das ist ja unglaublich. Was sagt man denn bloß in so einem Augenblick?", suchte sie Rat bei Ehemann Hanno. Der saß nach 22 stündigem Flug mit dem Sportstar der kleinen Lübecker Randgemeinde auf dem Zweispänner von Volker Mangels und staunte ebenfalls. Das junge Paar war kurz vor dem Ortseingang abgefangen und vom Wagen in die Kutsche umdirigiert worden. Bürgermeister Hans-Thomas Petersen hieß Marina Köhncke im Namen der Gemeinde willkommen und eskortiert von vier Reitern des RV Badendorf rollte unsere Olympionikin durch das Spalier der fähnchenschwenkenden und applaudierenden Dorfbewohnern zum heimischen Hof. Umarmungen, liebevoll ausgesprochene Glückwünsche von Jung und Alt - Marina Köhncke war total perplex. "Ist das eine Überraschung, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet." Drinnen in der geschmückten Reithalle versammelte sich das Dorf, und Hausherr Hans-Jürgen Köhncke ließ noch einmal das Zittern und Daumendrücken während der Tage von Sydney Revue passieren. Er hob hervor, daß seine Schwiegertochter mit dem großartigen vierten Mannschaftsplatz Werbung für die Sportart sowie Badendorf in aller Welt gemacht habe. "Marina, wir sind stolz auf Dich!" Und die Hauptperson? Die 32-jährige bedankte sich etwas verlegen aber sehr warmherzig, anschließend feierte sie mit der großen Schar der Pferdefreunde. Und musste immer wieder die unvergessenlichen Eindrücke vom anderen Ende der Welt schildern "Das Beeindruckendste war die Begrüßung im Olympischen Dorf. Ich bin glücklich das miterlebt zu haben. Einfach irre, was so alles gelaufen ist." Das Schönste sei aber als erster Teamstarter der fehlerfreie Ritt mit Sir Toby im Gelände gewesen. "Das hat allen viel von dem ungeheuren Druck genommen. Leider lief es dan bei den anderen nicht so gut." Sydney ist jetzt Erinnerung. Der Alltag heißt Negernbötel, dort startet sie in zwei Wochen bei der Landesmeisterschaft.



+++ Skandal-Story verfolgt Mark Todd +++

Mark ToddDer Held verlässt die Bühne als tragische Figur. Ein Skandal überschattet Mark Todds Laufbahnende als erfolgreichster Militaryreiter aller Zeiten. Mit einem Bericht über Todds Kokain-Konsum und Kontakte zu einem Strichjungen hat die englische Boulevard-Zeitung «Sunday Mirror» das Reiter-Denkmal vom Sockel gestoßen. Bis nach Sydney haben ihn die Schlagzeilen verfolgt. In den australischen Zeitungen wurde der Neuseeländer zum Thema.

Während der Reitwettkämpfe im Horsley Park lässt sich Todd nichts von dem enormen Druck anmerken. Er gibt sich aufgeschlossen und charmant wie immer. Selbst als seine Equipe durch zwei Ausfälle keine Chance mehr auf eine Medaille hatte, stand er den Journalisten Rede und Antwort. Nur Fragen zu den Ereignissen in seiner bisherigen Wahlheimat England verbat er sich von vornherein. Todd ist das Idol in der Military. Niemand gewann mehr Titel und mehr schwere Turniere als er. In Los Angeles 1984 und in Seoul 1988 holte sich Todd die Einzel-Goldmedaillen. Drei Mal siegte er in Badminton bei der schwersten Military der Welt, fünf Mal beim traditionsreichen Turnier in Burghley. Obwohl er 20 Jahre lang in Großbritannien lebte, ist er in seiner Heimat ein Volksheld. Seine Kollegen bringen ihm uneingeschränkte Bewunderung entgegen. Todd bleibe einer größten Reiter der Welt, sagte sein australischer Konkurrent und Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy. Der britische Trainer Chris Bartle hob Todds Charisma und Brillanz vor, die die besten Reiter nach Großbritannien gelockt habe, um dort zu trainieren und zu starten. Man habe ihm viel zu verdanken.

Umso mehr schockierte der Bericht im «Sunday Mirror». Todd hatte stets auf ein unauffälliges Familienleben mit seiner Frau Carolyn und seinen zwei Kindern geachtet. Gerüchte über Drogen und bisexuelle Neigungen schwirrten dennoch in der Szene. Den Bericht hat Todd weder zugegeben noch bestritten. Über seinen Anwalt ließ er nur verlauten, die Veröffentlichung sei ein «unberechtigter und schändlicher Eingriff in sein Privatleben». Todd wird nach den Olympischen Spielen mit seiner Familie England verlassen. Dieser Entschluss hatte schon vor der Affäre festgestanden. In Neuseeland will er wieder Ruhe finden und sich einen Traum verwirklichen. Er will Rennpferde züchten und als Trainer arbeiten.




+++ Schreckens-Bilanz in der Einzelwertung +++

STURZ

Der unerfahrene Uruguay-Olympiateilnehmer Henry Gramajo stürzt spektakulär mit seinem Pferd "Potencial" am "Darug Baluga"-Sprung.


Fast SturzDer Geländetag der Einzelkonkurrenz bei den Olympischen Spielen in Sydney lieferte weltweit erschreckende TV-Bilder. Die Schreckensbilanz: Ein totes Pferd, ein Reiter mit Beckenbruch und zahlreiche Stürze. Kritiker des attraktiven Reiter-Dreikampfs erhielten durch diese Bilder wieder genug Argumente. Dabei verlief der Geländeritt im Horsley Park noch vergleichsweise glimpflich ab. Seit Mai 1999 sind zwölf Militaryreiter tödlich verunglückt.

Von 38 Reitern hatten insgesamt 13 den Zielraum nicht gesehen. Immerhin zwölf Starter kamen ohne Strafpunkte über die 29 Hindernisse auf der 7450 m langen Strecke. Beim Mannschafts- Wettbewerb über einen ähnlichen Parcours hatten lediglich zehn Paare aufgegeben, aber auch nur neun Reiter waren ohne Fehler geblieben. Kursdesigner Mike Etherington-Smith sagte: «Es ist unfair zu sagen. Aber wir hatten eine Zweiklassen-Gesellschaft.»

Zu den unerfahrenen Reitern zählt der Brasilianer Roberto Macedo. Der 20-Jährige stürzte, sein Pferd Fricote fiel auf ihn und drohte ihn zu erdrücken. Macedo erlitt einen Beckenbruch. Der Däne Nils Haagensen hatte hingegen Glück. Der Ex-Europameister, der trotz seiner Routine mit dem Parcours überfordert war, zog sich eine Schulterprellung zu. Der einzige Todesfall war aber nicht das Ergebnis eines Sturzes. Die Stute Bermuda's Gold von der für die Bermudas reitenden Mary Jane Tumbridge landete nach einem Hindernis so unglücklich, dass sie einen Bruch im linken Vorderbein erlitt und eingeschläfert wurde.


+++ Vielseitigkeits-Pferd «Bermuda's Gold» eingeschläfert +++
Sturz und Traenen
Mary Jane Tumbridge weint um ihr totes Pferd.



Eine traurige Neuigkeit aus dem Vielseitigkeitssport. Das verletzte Pferd «Bermuda's Gold» von der für die Bermudas startenden Mary Jane Tumbridge ist eingeschläfert worden. Das gaben die Organisatoren der Reiterwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Sydney bekannt. Stunden zuvor hatte sich die Stute in der Geländeprüfung der Einzelkonkurrenz einen Splitterbruch am linken Vorderbein zugezogen. «Bermuda's Gold» wurde in eine Tierklinik gebracht, doch konnte ihr dort nicht mehr geholfen werden.

Dagegen ist die Blessur des dänischen Reiters Nils Haagensen nicht so schlimm wie befürchtet. Der Ex-Europameister hat sich bei einem Sturz auf der Querfeldeinstrecke die Schulter geprellt. Zunächst bestand der Verdacht eines Schulterbruchs.



+++ David O Connor gewinnt Gold in der Einzelwertung Vielseitigkeit +++

David O´ConnorTrotz eines Abwurfes im abschließenden Springen konnte sich David O Connor (USA) mit Custom Made mit einem Gesamtergebnis von 34, 00 Punkten die Goldmedaille in der Einzelwertung Vielseitigkeit sichern. Der 38-jährige Amerikaner hatte mit seinem zweiten Pferd Prince Panache bereits mit dem US-Team Bronze in der Mannschaftswertung gewonnen. Silber ging an Andrew Hoy (Australien) mit Swizzle In. Im Springen lieferte er eine fehlerfrei Runde ab, womit sein Gesamtergebnis bei 39, 80 Punkten blieb. Hoy gehörte mit seinem zweiten Pferd Darien Powers zum siegreichen australischen Team im Mannschaftswettbewerb. Bronze ging an die "Vielseitigkeitslegende" Mark Todd (Neuseeland) mit Eyespy II. Drei Fehlerpunkte für Zeitüberschreitung verhinderten, dass der 44-jährige, der mit den Olympischen Spielen in Sydney seine einzigartige Sportkarriere beendete, Hoy vom zweiten Platz verdrängen konnte. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Rodolphe Scherer (Frankreich) mit Bambi de Briere mit 46, 40 Punkten und Fabio Magni (Italien) mit Cool'n Breezy mit 49, 00 Punkten. Großes Pech hatte die bis vor dem Springen auf Platz zwei rangierende Heide Antikatzidis (Griechenland) mit Michaelmas. Zwei Abwürfe sowie drei Fehlerpunkte für Zeitüberschreitung brachten ihr Endergebnis auf 50, 40 Punkte und damit Rang sechs. Einzige verbliebene deutsche Teilnehmerin im Abschlussspringen war Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Equitop Bantry Bay. Mit einer fehlerfreien Runde zeigte die die 44-jährige Tierärztin eine sehr gute Leistung. Ihr Konto aus Dressur und Gelände belief sich jedoch bereits auf 117, 80 Punkte, womit sie in der Gesamtwertung Platz 19 belegte.



+++ Entäuschungen für deutsche Vielseitigkeitsreiter +++

Aus deutscher Sicht enttäuschend verlief der Geländetag in der Einzelwertung Vielseitigkeit. Schon beim ersten deutschen Starter, Kai Rüder (Blieschendorf/Fehmarn) mit Butscher, lief es gar nicht gut. Nach einer Verweigerung am Aussprung des ersten Wasserhindernisses sowie einer Verweigerung am zweiten Hindernis gab der 29-jährige auf. Aufgeben musste auch das zweite deutsche Paar, Marina Köhncke (Badendorf) mit TSF Boettchers Longchamps. Auch der 32-jährigen, die nach der Dressur noch an hervorragender zweiter Stelle lag, wurde das Wasser zum Verhängnis. Nach einer Verweigerung am Einsprung des zweiten Wasserhindernisses musste sie die Alternative über die "Insel" wählen. Den Absprung ins Wasser zurück mochte ihr 13-jähriger Trakehner jedoch nicht mehr antreten, worauf Marina Köhncke aufgab. Lediglich Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Equitop Bantry Bay, die dritte deutsche Starterin, sah das Ziel. Eine Verweigerung am Einsprung des zweiten Wassers sowie eine Verweigerung im weiteren Verlauf des Kurses brachten ihr 72, 80 Fehlerpunkte ein. Zuzüglich ihrer 45, 00 Punkte aus der Dressur belegt sie nach dem Gelände mit insgesamt 117, 80 Punkten Platz 22. In Führung liegt nach dem Gelände weiterhin David O Connor (USA) mit Custom Made mit 29, 00 Punkten. Auf den Plätzen zwei un drei folgen Heide Antikatzidis (Griechenlland) mit Micha elmas mit 37, 40 Punkten und Mark Todd (Neuseeland) mit Eyespy II mit 39, 00 Punkten.



+++ Startfolge des Geländetages in der Einzelwertung Vielseitigkeit +++

Wolken, gelegentliche Regenschauer und am Nachmittag Gewitterstürme, so lautet die Wettervorhersage für den Geländetag in der Einzelwertung Vielseitigkeit. Als erster deutscher Reiter macht sich Kai Rüder (Blieschendorf/Fehmarn) mit Butscher um11.42 Uhr auf die 7.450 Meter lange und mit 32 Hindernissen bestückte Strecke. Um 12.57 Uhr folgt ihm Marina Köhncke (Badendorf) mit TSF Boettchers Longchamps, die nach der Dressur, die sie mit 34, 80 Punkten beendete, zur Zeit an zweiter Stelle liegt. Als letztes deutsches Paar gehen um 14.12 Uhr Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) und Equitop Bantry Bay an den Start. Insgesamt werden 38 Teilnehmer aus 20 Nationen antreten.



+++ WEB-TIPP: http://www.klimke.org +++

Videos, Fotos und Berichte rund um das deutsche Sydney-Team-reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!!!


+++ Alle deutschen Pferde passierten 3. Vet.-Check problemlos +++

Die vier Pferde der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft passierten den dritten Vet.-Check vor dem abschließenden Springen ohne Probleme. Von den vorgestellten 30 Pferden wurde lediglich Ready Teddy, das Pferd des Neuseeländers Tait Blyth, von den Tierärzten für das Springen nicht zugelassen, das um 11.00 Uhr beginnt und über die Medaillenvergabe endgültig entscheidet.



+++ Marina Köhncke nach Dressur an zweiter Stelle +++

Marina und Sir TobySydney (fn-press). Nach der ersten Teilprüfung - Dressur - der Vielseitigkeits-Einzelwertung bei den Olympischen Spielen in Sydney rangiert Marina Köhncke (Badendorf) mit ihrem Trakehner Boettchers Longchamps als beste Deutsche auf Platz zwei. Marina Köhncke, die gerade erst Platz vier mit dem deutschen Team in der Vielseitigkeit belegte, bekam von den Richtern 34,8 Strafpunkte. Die Führung übernahm der Amerikaner David O'Connor mit Custom Made. O'Connor, der im vergangenen Jahr zum Silbermedaillenteam gehört hatte, startet nach einer nahezu makelosen Dressur mit nur 29,00 Strafpunkten in die weitere Prüfung . Auf Platz drei folgt die Griechin Heidi Antikazidis mit Michaelmas mit nur 37,4 Strafpunkten vor Mark Todd (Neuseeland) mit Eyespy II mit 39,0 Strafpunkten. Der inzwischen dreifache Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy (Australien) belegt mit seinem Pferd Swizzle Inn Platz fünf in der Einzelwertung nach Dressur, punktegleich mit der Schwedin Sofia Andler mit Amaretto. Beide erzielten 39,8 Punkte. "Den Ritt ihres Lebens" zauberte Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Bantry Bay aufs Viereck. Trotz einer verpatzten Schlangenlinie - hier sprang der Wallach einen sauberen, aber ungewolten Galoppwechsel - erreichte das Paar sein bisher bestes Dressurergebnis von 45,0 Punkten. Sie rangieren damit auf Platz zwölf. Zufrieden mit seinem Ritt war auch der dritte deutsche Einzelreiter, Kai Rüder (Blieschendorf) mit Butscher. Nach einer guten Trabtour war Butscher im Galopp etwas verspannt, trotzdem hatte Rüder "ein gutes Gefühl bei seinem Ritt". Er rangiert mit 53,0 Punkten auf Platz 25 nach Dressur. Insgesamt beteiligen sich 38 Paare am olmypischen Einzelwettbewerb, der morgen mit dem Geländeritt fortgesetzt wird.


Bild: Marina Köhncke und Sir Toby in der Mannschaftsdressur.



+++ Marina Köhncke übernimmt Führung in der Einzelwertung Vielseitigkeit +++

Mit einer beeindruckenden Vorstellung liegt Marina Köhncke (Badendorf) mit TSF Boettchers Longchamps zur Zeit in der ersten Teilprüfung der Einzelwertung Viesleitigkeit, der Dressur, in Führung. Als 19. Starterin von insgesamt 38 Teilnehmern erzielte sie mit ihrem Ritt 34, 80 Punkte. An zweiter Stelle rangiert augenblicklich Heidi Antikatzidis Griechenland) mit Michaelmas mit 37, 40 Punkten, gefolgt von Mark Todd (Neuseeland) mit Eyespy II mit 39, 00 Punkten. Der zweite deutsche Teilnehmer, Kai Rüder (Blieschendorf/Fehmarn) mit Butscher, erzielte 53, 00 Punkte und nimmt damit zur Zeit einen Platz im Mittelfeld ein. Als fünftletzte von insgesamt 38 Startern wird Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Equitop Bantry Bay um 15.36 Uhr in das Viereck reiten.



+++ Alle deutschen Pferde für die Einzelwertung Vielseitigkeit zugelassen +++

Alle drei Pferde der deutschen Teilnehmer an der Einzelwertung Vielseitigkeit passierten die erste tierärztliche Überprüfung vor Beginn des Wettbewerbs problemlos. Damit können Marina Köhncke (Badendorf) mit TSF Boettchers Longchamps, Kai Rüder (Blieschendorf/Fehmarn) und Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Equitop Bantry Bay in der ersten Teilprüfung des Wettbewerbes, der Dressur, die am Mittwoch um 8.30 Uhr beginnt, an den Start gehen.



+++ Gold für Australien und Platz vier für Deutschland +++

Australien

Mit einem undankbaren vierten Platz endete der Mannschaftswettbewerb Vielseitigkeit für die deutsche Equipe. Drei Abwütfe von Nele Hagener (Salzhausen) mit Little McMuffin FRH, eine ausgezeichnete Nullrunde von Andreas Dibowski (Döhle) mit Leonas Dancer, 16 Fehlerpunkte für zwei Abwürfe und Zeitüberschreitung für Marina Köhncke (Badendorf) mit Sir Toby und ein Abwurf für Ingrid Klimke (Riesenbeck) mit Sleep Late brachten das deutsche Punktekonto auf den Endstand von 241, 80 Punkten und damit Platz vier. Das australische Team war auch im Springen nicht mehr vom Gewinn der Mannschaftsgoldmedaille abzubringen. Mit einem Endergebnis von 146, 80 Punkten verwiesen sie die Mannschaft Großbritanniens, die ein Endergebnis von 161, 00 Punkte aufzuweisen hatte, auf Platz zwei. Bronze ging an die Equipe der USA mit einem Gesamtergebnis von 175, 80 Punkten. Auf den Plätzen fünf und sechs folgten Irland mit 270, 40 Punkten und Brasilien mit 333, 00 Punkten. Gesamtergebnis der einzelnen deutschen Teilnehmer: Nele Hagener 262, 40 Punkte (damit Streichergebnis der deutschen Equipe), Andreas Dibowski 130, 20 Punkte, Marina Köhncke 60, 40 Punkte und Ingrid Klimke 41, 20 Punkte und damit das zweitbeste Ergebnis aller Teilnehmer.



+++ Alle drei deutschen Vielseitigkeitsreiter in der Einzelwertung startberechtigt +++

Bedingt durch den Ausfall von Constantin van Rijckevorsel (Belgien), der sich beim Geländeritt der Mannschaftswertung Vielseitigkeit bei einem Sturz den Fußknöchel gebrochen hatte und ursprünglich mit seinem zweiten Pferd in der Einzelwertung startberechtigt war, können nun drei deutsche Reiter in der Einzelwertung an den Start gehen. Dies sind im einzelnen: Marina Köhncke (Badendorf) mit ihrem zweiten Pferd TSF Boettchers Longchamps, Kai Rüder (Blieschendorf/Fehmarn) mit Butscher und Dr. Annette Wyrwoll (Duggendorf) mit Equitop Bantry Bay.



+++ Alle deutschen Pferde passierten 3. Vet.-Check problemlos +++

Die vier Pferde der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft passierten den dritten Vet.-Check vor dem abschließenden Springen ohne Probleme. Von den vorgestellten 30 Pferden wurde lediglich Ready Teddy, das Pferd des Neuseeländers Tait Blyth, von den Tierärzten für das Springen nicht zugelassen, das um 11.00 Uhr beginnt und über die Medaillenvergabe endgültig entscheidet.



+++ Deutsche Vielseitigkeitsequipe nach Dressur und Gelände auf Platz fünf +++

Mit 220,80 Punkten liegt die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft nach Dressur und Gelände auf dem fünften Platz. Erwartungsgemäß gaben die Australier ihre Führungsposition auch im Gelände nicht ab und stehen weiterhin nun mit 114,20 Punkten auf Platz eins. Zweiter ist zur Zeit Großbritannien mit 127,00 Punkten. Die Plätze drei und vier werden von Neuseeland (151,20 Punkte) und den USA (160,80 Punkte) gehalten. Den Reigen der deutschen Teilnehmer im Gelände eröffnete Marina Köhnke (Badendorf) mit Sir Toby. Die durch eine schwere Erkältung gehandicapte Reiterin zeigte eine sehr souveräne Leistung und bekam lediglich für eine minimal Zeitüberschreitung zwei Punkte angerechnet. Etwas enttäuschend war die Vorstellung von Nele Hagener (Salzhausen) mit Little McMuffin FRH: Nele HagenerEine Verweigerung, ein Sturz und die damit verbundenen Strafpunkte auch für Zeitüberschreitung sorgten dafür, dass das Paar, das dennoch weiterkämpfte und bis ins Ziel ritt, das Streichergebnis der deutschen Mannschaft lieferte. Viel Pech hatte der dritte Starter im deutschen Team, Andreas Dibowski (Döhle) mit Leonas Dancer. Ein unglücklicher Sturz nach einem Rumpler brachte dem ansonsten sehr stark auftretenden Paar ärgerliche 60 Strafpunkte sowie einige Sekunden Zeitüberschreitung ein. Die beste Leistung der deutschen Mannschaft li eferte Ingrid Klimke (Riesenbeck) mit ihrem Schimmel Sleep Late. In einer beeindruckenden Runde, die stets harmonisch und fast ohne Anstrengung wirkte, ritt sie ohne Fehler ins Ziel. Auf den weiteren Mannschaftsplätzen folgen: 6. Irland (239,40 Punkte); 7. Brasilien (266,00); 8. Frankreich (1.186); 9. Japan (1.251); 10. Belgien (1.297); 11. Spanien (1.302,20). Die Entscheidung über die Medaillen im Mannschaftswettbewerb fallen im Abschluss-Springen, das am 19. September zwischen 11 und 15.30 Uhr (Ortszeit) entschieden wird.

Bild rechts: Pechvogel Nele Hagener



+++ Startfolge Gelände im Mannschaftswettbewerb Vielseitigkeit +++

Marina In der zweiten Teilprüfung des Mannschaftswettbewerbes der Vielseitigkeit, dem Gelände, gehen am Montag für Deutschland als erstes Paar Marina Köhncke (Badendorf) mit Sir Toby um 9:30 Uhr auf die Wegestrecke A. Um 10:57 Uhr beginnt ihr Geländeritt. Zweites deutscher Paar sind Nele Hagener (Salzhausen) und Little McMuffin FRH, deren Geländeritt um 11:37 Uhr anfängt. Andreas Dibowski (Döhle) mit Leonas Dancer macht sich um 13:32 Uhr auf den Weg ins Gelände. Ingrid Klimke (Riesenbeck) mit Sleep Late, vierte und letzte deutsche Teilnehmerin am Mannschaftswettbewerb ,wird sich um 14:32 Uhr ins Gelände aufmachen.



SYDNEY 2000 - erster Teil