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DM Junioren Vielseitigkeit
Westfalen dominierten |
| Wahlsdorf-Liepe (fn-press). Ein voller Erfolg für die Westfalen waren die Deutschen Juniorenmeisterschaften, ausgetragen im Rahmen einer internationalen Ein-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI*) im brandenburgischen Wahlsdorf-Liepe. Die neue Meisterin heißt Friederike Dörner, kommt aus Bocholt, war 2000 bereits Pony-Europameisterin und fügte in diesem Jahr ihrem westfälischen nun auch den Deutschen Meistertitel hinzu. Mit zu ihrem Sieg bei trug der achtjährige Hannoveraner Le Grand von Lavauzelle xx. Das Paar beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 41,52 Punkten und tauschte im Springen den Platz mit der bis dahin führenden Marie-Louisa Meyer (Ibbenbüren) mit Bintang. Zwei Abwürfe kosteten dieser den Sieg (47,57 Punkte), dafür gab es wie schon bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr die Silbermedaille. Der dritte Platz blieb im Lande. Er ging an Kerstin Pede mit Gino, Tochter des Hausherrn und Berlin-brandenburgischen Landestrainers Bernhard Pede. (53,79 Punkte). Die Brandenburgerin profitierte davon, dass die vor Springen auf Platz drei rangierende Christine Seitz (Sachsenheim) mit Amigo auf Grund dreier Abwürfe und Zeitfehlern auf Platz acht zurückfiel und so den Weg zur Bronzemedaille frei machte. 43 deutsche Paare, gingen bei der Junioren-Meisterschaft an den Start, weniger als in den Vorjahren. Kein Grund zur Sorge für Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassen-berg): Zum einen liegt das sicher am verschärften Qualifikationsmodus, auf der an-deren Seite haben wir auch mehr Dispensanträge als sonst abgelehnt, so Schwarz. Ich habe auch den Eindruck, dass die Landestrainer sensibler geworden sind, was die Auswahl der Reiter angeht. Und dass sie bereit sind, auch mal ein Paar zuhause zu lassen, das ihnen noch nicht reif erscheint. Doch auch trotz der sorgfältigeren Aus-wahl waren in Liepe wieder einige Paare von den gestellten Aufgaben überfordert, insbesondere vom Geländekurs, der zwar fair, aber vor allem im Bezug auf technisches Reiten äußerst anspruchsvoll war. Abgefragt wurden die Ehrlichkeit des Pferdes, genaues Reiten und ein gutes Balancegefühl der Reiter, vor allem in den Hinderniskomplexen, so Schwarz. Gründe dafür, warum ein Dutzend Paare Hinder-nisfehler kassierte und sogar 15 im Gelände ausschieden, sah der Bundestrainer meh-rere: Zum einen wurde das Reglement verschärft, das heißt, bei der vierten Verwei-gerung ist jetzt Schluss. Schwarz bemängelte aber auch die teilweise ungenügende Vorbereitung der Paare. Einige Pferde erschienen konditionell nicht ausreichend vorbereitet. Auch die Grabensprünge führten beim ein oder anderen zum Ausschluss. Von einem Meisterschaftspferd muss ich aber erwarten können, dass es in der Lage ist, nasse und trockene Gräben zu springen, so Schwarz. Manchmal war es aber einfach nur Pech, wie im Fall von Anna-Katharina Störtenbecker (Sagau), EM-Teilnehmerin 2001 in Walldorf, deren 13-jähriger, äußerst erfahrener Quirrido im Gelände vor einen Baum lief. Ihm passierte nicht viel, sie musste mit einer leichten Gehirnerschütterung zur Beobachtung ins Krankenhaus. Unter das Stichwort Pech waren auch die Vorbeiläufer an einem der schmalen Hindernisse zu rechnen. Oder auch das Drehen unbedachter Volten im Eifer des Gefechts, die meist auf mangelnde Routine der Junioren zurückzuführen waren. Man merkte auch hier wieder deutlich, wer beständig unter Aufsicht trainiert und von einem erfahrenen Reiter oder Trainer vorbereitet und begleitet wurde, so Schwarz. So gab es auch an der Spitze wenig Überraschungen. Alle drei Medaillenträgerinnen reiten schon seit Jahren erfolgreich im Busch, ebenso wie die Fünftplazierte, Anna-Katharina Redlbacher (Bavendorf) mit Ballymore (57,18 Punkte), im vergangenen Jahr Mitglied im EM-Silberteam, oder auch Inga-Marie Höper (Heringsdorf), Vizemeisterin des Vorjahres. Sie landete mit Sundancer auf Platz sechs (58,14) und mit ihren zweiten Pferd Arranchino auf Platz 14 (60,09). Newcomerin des Jahres 2002 ist Katharina Barkei (Lemgo) mit Pitz-Palü, die im vergangen Jahr in Hohenberg-Krusemark noch unter ferner liefen auf Platz 23 rangierte. Sie verpasste in Liepe nur knapp den Sprung aufs Treppchen und komplettierte mit einem vierten Platz den großen Erfolg der Westfalen. Hb |
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DM Junge Reiter Vielseitigkeit
Simone Deitermann ist neue Meisterin |
| Wahlsdorf-Liepe (fn-press). Einen Start-Ziel-Sieg in der internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI**) in Wahlsdorf-Liepe landete Simone Deitermann (Saerbeck) mit dem neunjährigem Westfalen Flambeau H. Die 21-jährige sicherte sich damit zugleich den Titel der Deutschen Meisterin der Jungen Reiter 2002 und verwies Titelverteidiger Michael Jung (Horb) mit Biosthetiks Bunbury auf Platz zwei. Dritter in der Meisterschaftswertung und Vierter in der CCI**-Gesamtwertung hinter dem Polen Pawel Spisak mit Werlusz wurde Malte Dohm (Ahrensbök), Vize-Europameister und Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit, mit Chatte noir. Mit diesem Ergebnis wurden die Medaillenträger ihrer Favoritenrolle gerecht. Auch beim Preis der Besten im Mai in Warendorf war es das Trio, das die ersten Plätze unter sich ausgemacht hatte. Den Sieg hatte hier Michael Jung davongetragen, gefolgt von Malte Dohm. Simone Deitermann war nur Dritte gewesen: Sie rangierte in der Dressur knapp hinter Jung, hatte im Springen die Nase vorn und erzielte im Gelände die höchste Stilnote, allerdings auch Abzüge für Zeitüberschreitung. Die Stärken des Paares liegen in Dressur und Springen, so die Einschätzung von Bundestrainer Rü-diger Schwarz (Sassenberg). Dieser Meinung ist auch die Reiterin selbst: Flambeau H hat viel Schwung und geht eine tolle Dressur, außerdem hat er unheimlich viel Springvermögen. Und im Gelände ist er super ehrlich, schwärmt die neue Meisterin von ihrem Pferd. Aber er ist eben kein Vollblüter. Deshalb kam er wohl als Fünf-jähriger beim Bundeschampionat über einen fünften Platz im Kleinen Finale auch nicht hinaus, vermutet seine Reiterin. Vierjährig kam Flambeau H zu Simone Deitermann, die zuvor mit Laska im Ponysattel erfolgreich war. Angefangen hat es mit der Goldenen Schärpe, durch die ich auch zur Vielseitigkeit gekommen bin. Insgesamt habe ich an sechs Deutschen Pony-Meisterschaften teilgenommen und war zwei Mal Westfalenmeisterin. Mit Flambeau H gewann sie 1998 das Nachwuchschampionat in Warendorf, wurde 1999 Sechste bei den Westfälischen Meisterschaften und im ver-gangenen Jahr Vierte bei den Deutschen Meisterschaften. Mit dem Meistertitel setzte die angehende Bankkauffrau jetzt kurz vor dem Wechsel ins Seniorenlager - ihrer bisherigen Karriere die Krone auf. Ihr Ziel ist es, nun auch einmal bei einer Europa-meisterschaft an den Start zu gehen. Dieses Ziel haben sicher auch die bereits EM-erfahrenen Reiterinnen Christiane Stahl (Nagold) mit Bantry Bay, Isabell Nagel (Bielefeld) mit Blueberry Boy und Katharina-Luise Kate (Bienenbüttel) mit Tinboy, die dem Spitzentrio auf den Plätzen folgen. Die endgültige Entscheidung darüber, wer nach Wiendorf in Österreich fährt, fällt allerdings erst in den kommenden Wochen nach den letzten Sichtungen in Sahrendorf (28. und29. Juli) und Brunnthal (23. bis 25. August). Hb |