In Dortmund vorgestellt: die DOKR-Perspektivgruppen
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| Dortmund (fn-press). Die deutschen Pferdesportler zählen in fast allen Disziplinen zur Weltspitze. Der Erfolg stellt sich aber nicht von selbst ein. Um auch in Zukunft international vorne mithalten zu können, bedarf es der gezielten Nachwuchsförderung. Ein "Baustein" in der Nachwuchsförderung des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) sind die so genannten Perspektivgruppen. Das dazu gehörige Konzept und die aktuelle Zusammensetzung der Perspektivgruppen Dressur, Springen und Vielseitigkeit sind jetzt beim internationalen Reitturnier in Dortmund im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt worden. "Wir wollen den Besten zu helfen, richtig gut zu werden", brachte DOKR-Geschäftsführer Reinhard Wendt die Idee der Perspektivgruppen auf den Punkt. Das Konzept sieht die kontinuierliche, intensive und vielschichtige Betreuung und Förderung ausgewählter Nachwuchstalente vor. Damit soll ihnen der Übergang vom C-Kader in den großen Sport erleichtert und der Weg an die Spitze geebnet werden. Langfristiges Ziel ist die erfolgreiche Teilnahme an internationalen Wettkämpfen und Nationenpreisen bis hin zu Championaten und Olympischen Spielen. Während das Konzept in der Vielseitigkeit bereits seit 2001 mit Erfolg umgesetzt wird, präsentierte sich in Dortmund mit Johannes Ehning (26, Borken), Felix Hassmann (23, Lienen), Mario Stevens (26, Molbergen) und Philipp Weishaupt (23, Riesenbeck) die erste Perspektivgruppe Springen gemeinsam mit ihrem Trainer Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf) und ihrem "Paten" Marco Kutscher (Riesenbeck). "Ich habe selbst eine ähnliche Förderung als Mitglied im Audi Quattro Team erhalten und würde gerne etwas davon weitergeben", erklärte der Riesenbecker seine spontane Bereitschaft den Nachwuchstalenten als Ansprechpartner zur Seite zur stehen. Wie Engemann sieht er dabei den Schwerpunkt seiner Aufgabe nicht darin, den jungen Leuten "das Reiten beizubringen", sondern die Fähigkeit, sich selbst und ihre Pferde im Training und auf dem Turnier richtig zu managen. Unterstützung speziell in dieser Hinsicht erhofft sich auch Helen Langehaneberg (26, Havixbeck), Mitglied der Perspektivgruppe Dressur, der als Einziger bereits der Sprung in den Championatskader gelungen ist. Neben ihr gehören Marion Engelen (24, Kerken), Carola Koppelmann (31, Warendorf), Anna-Katharina Lüttgen (24, Kerpen) und Matthias-Alexander Rath (24, Kronberg) der aktuellen Perspektivgruppe Dressur an. Diese wurde bereits 2005 ins Leben gerufen. Sie wird künftig von Bundestrainer Jonny Hilberath (Abbendorf) betreut, der als Saisonziel unter anderem die gemeinsame Teilnahme des Teams am CDIO Falsterbo in Schweden nannte. Zuwachs erhält ab 1. Mai auch die Perspektivgruppe Vielseitigkeit, die mit ihrem ehemaligen Mitglied Frank Ostholt (Warendorf) bereits einen Mannschafts-Weltmeister und -Olympiasieger hervorgebracht hat. Zu den aktuellen Mitgliedern Sandra Auffarth (Ganderkesee), Julia Krajewski (Nordhorn) und Beeke Kaack (Schmalensee) gesellt sich der 20-jährige Benjamin Winter, der als waschechter Dortmunder seine Gruppe und seine Disziplin auf der Pressekonferenz repräsentierte. Der Mannschafts-Vizeeuropameister der Jungen Reiter wird ab Sommer mit seinen Pferden Quartier im DOKR-Bundesleistungszentrum Reiten in Warendorf beziehen. |