Pony Park Padenstedt, 23.07.2000 - Haflingerturnier

Ich muß dieses Mal gar nicht früh aufstehen, 7:45 Uhr ist doch eine sehr humane Zeit ;-) Die letzten Sachen werden im Auto und im Hänger verstaut und das Pony wird hübsch gemacht. Und um 8:45 Uhr fahren wir los. Es geht Richtung Neumünster, Padenstedt liegt nur wenige Kilometer davon entfernt. Die Straße ist noch leer und wir kommen gut voran.

9:45 Uhr:Ankunft Padenstedt. Schnell losflitzen zur Meldestelle und Startbereitschaft erklären. Da das Springen und die Dressur fast gleichzeitig laufen, können wir uns noch entscheiden, was wir zuerst reiten. Ich reite das Springen zu erst, das ist bei Mo eigentlich egal. Da wir noch Zeit haben, schauen wir uns die Fohlenschau an und richten ein wenig mit, echt süße Kerlchen dabei.

10:45 Uhr:Moritz wird fertiggemacht. Schick sieht er aus, andere Hafis sind ja teilweise sehr dick, Mo hat ne schöne durchtrainierte, sportliche Figur. Wir werden bewundernd angeschaut, wie wir zum Abreiteplatz tüffeln. Das Parcoursabgehen ist ein reines Abenteuer, die Startlinie ist nicht ausgeflaggt und die ersten die reiten, nehmen diese gar nicht mit. Naja, dafür ist es sehr niedrig aufgebaut, ich schätze mal K-Pony-Höhe. Okay, die ersten beiden Sprünge sollen aus dem Trab genommen werden.

11:30 Uhr: Wir sind an der Reihe. Wir reiten den Richtern zum Grüßen beinahe auf den Tisch, grüßen freundlich und starten in einer großen Trabrunde durch die Startlinie zum ersten Hindernis, kein Problem. Das zweite ist auch aus dem Trab zu nehmen - auch kein Problem. Bei den Galoppsprüngen wird Mo wach und ich muß ihn mehr bremsen, als das ich ihn treiben muß. Überall stimmt die Distanz und wir erreichen die Ziellinie ohne Strafpunkte auf unserem Konto. Mo wird ordentlich geklopft, und als ich die Note höre, falle ich fast vom Pferd. Der Kommentar war: "Und wir haben eine neue Führende: Birte Höfer erhält die Wertnote 8,0!!!" Boah, coole Sache ;-) Moritz kriegt fast ne Gehirnerschütterung geklopft, so doll freue ich mich.

12:30 Uhr: Wir haben Mo umgesattelt und warten nun auf die Siegerehrung. Bis kurz vor Schuß des Springens war ich noch 1te, dann hat noch jemand eine 8,4 bekommen und wir sind am Ende zweiter. Schön, das gibt auch wieder eine Eintragung im Pony-Pass! Wir bekommen einen schönen Pokal und eine Schleife und reiten eine flotte Ehrenrunde.

13:15 Uhr: Ich bin mit der E-Dressur dran, Mo ist schon etwas müde, es ist ja auch ziemlich heiß. Wir müßen zu zweit hintereinander, ich reite vorne weg - und was mach ich natürlich - ich verhaspel mich. Einmal verritten, ich weiß gar nicht, ob sie das gemerkt haben, ich habe es gemerkt...Egal, wir bekommen eine 6,9 und sind damit 11. Immerhin mit in der Platzierung. Eine Ehrenrunde (nein, eigentlich waren es zwei Ehrenrunden) rund um den Dressurplatz, was für ein Spaß!

13:30 Uhr: Moritz kann erstmal Mittagspause machen. Er steht auf dem Hänger und frißt Heu. Meine Mutter und ich machen auch Mittagspause auf der Hängerklappe mit selbstgemachten Sandwichses, Joghurt und Frikadellen. Ab und an müssen wir ein Fohlen befreien, das mit der Mama am Nacchbarhänger angebunden ist und sich ständig in dem langen Strick verheddert. Die Besitzer sind weit und breit nicht zu sehen.

14:45 Uhr: Moritz wird wieder abgeladen, wir satteln auf. Um 15:00 Uhr soll Siegerehrung Kombinierte Prüfung sein. Und die A-Dressur fängt auch dann an, da bin ich allerdings letzte Starterin (25te). Andere Reiter haben sich schon versammelt auf dem Springplatz. Es geht um einen Riesen-Pokal, so einen, den sonst Rennfahrer oder Tennisspieler bekommen, so ein richtig großer, 1 m hoch bestimmt. Wir stellen uns auf und es dauert noch eine Weile bis wirklich alle zusammengekommen sind. Dann geht´s los. "Und den ersten Platz belegt die Nr. 63, Birte Höfer und Moritz!!" Boah, cool! Wir beide sind mächtig stolz und traben vor. Wir bekommen den Pokal überreicht und - man der ist ganz schön schwer - werden damit mehrmals fotografiert. Dann gibts noch ne Schleife und wir fetzen (ohne Pokal) zwei Ehrenrunden und hängen die anderen beinahe ab. War schon n irres Gefühl

15:00 Uhr: Moritz wird abgesattelt und kann auf dem Platz Gras fressen. Ich schleppe den Pokal zum Auto und werde unterwegs des öfteren darauf angeschnackt. Stolz ist man ja schon... Wir relaxen in der Sonne.

16:30 Uhr: Ich bin mit der A-Dressur dran. Kurz bevor ich mit der Aufgabe beginne, bekomme ich einen fiesen Krampf im rechten Oberschenkel, der aber schnell wieder verschwindet, als ich das Bein lang mache. Ich fange also an mit der Dressur und beim Durchqueren der Mittelline geht es plötzlich in beiden Beinen wieder los. Da habe ich dann aufgegeben, ich konnte die Beine gar nicht mehr lang machen. Das war ätzend. Egal, alles andere ist ja mehr als super gelaufen. So gehen wir zum Hänger und fahren nach Hause. Ein schönes Turnier, nur die Organisation war net so doll...


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