News-Archiv 2001

Championatsball 2001 - Ehrungen auch für Vielseitigkeitsreiter

Warendorf (fn-press). Am 31. Oktober gaben sich rund 750 geladene Gäste in der Springhalle des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf ein Stelldichein, um beim Championatsball 2001 die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des Jahres zu ehren. „Wir können sehr stolz sein“, sagte Jürgen Thumann (Düsseldorf), Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), in seiner Begrüßung. „Unsere Aktiven haben an 18 Championaten teilgenommen, in allen Disziplinen und in allen Altersklassen haben sie 38 von 69 möglichen Medaillen gewonnen. Das sind mehr als 57 Prozent.“ Auch Vize-Präsident Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg) freute sich über die vielen Medaillen, die Siege und die Platzierungen aller Aktiven. Sein großer Dank galt an denen, die zu diesen Erfolgen beigetragen haben. Doch machte er auch auf die Kehrseite des Erfolges aufmerksam: „Spitzensport ist harte Arbeit und häufig mit Pech und schweren Niederlagen behaftet“, sagte er. „Auch dieser Teil gehört zu unserem Sport und wir sollten daher auch an die denken, die heute nicht auf dem Treppchen stehen.“ Warendorfs Bürgermeister Theo Dickgreber hob die enge Verbindung der Stadt mit dem Pferd hervor. „Es ist Aufgabe und Pflicht der Stadt, die Weiterentwicklung des Pferdesports nachhaltig zu unterstützen“, sagte er.

Folgende Ehrungen wurden vergeben:
FN-Ehrenzeichen Junioren:
Lena-Alexandra Torloxten aus Wallenhorst (EM Dressur Junioren, Gold Mannschaft, Gold Einzelwertung); Juliane Brunkhorst aus Harsefeld (EM Dressur Junioren, Gold Mannschaft, Silber Einzelwertung); Dirk Viebrock aus Harsefeld (EM Dressur Junioren, Gold Mannschaft, 4. Einzelwertung); Hans-Heinrich Meyer zu Strohen aus Hoya (Trainer EM Dressur Junioren); Felix Hassmann aus Lienen (EM Springen Junioren, Gold Mannschaft, Silber Einzelwertung); Julia Brauweiler aus Iserlohn (EM Springen Junioren, Gold Mannschaft); Jörne Sprehe aus Fürth (EM Springen Junioren, Gold Mannschaft); Dietmar Gugler aus Steinfeld (Trainer und Equipechef EM Springen Junioren); Annika Fiege aus Münster (EM Dressur Ponys, Gold Mannschaft, 4. Einzelwertung); Julia Krajewski aus Nordhorn (EM Vielseitigkeit Ponys, Gold Mannschaft, Gold Einzelwertung); Maria-Lena Kate aus Toppenstedt (EM Vielseitigkeit Ponys, Gold Mannschaft, 4. Platz Einzelwertung); Christine Seitz aus Sachsenheim (EM Vielseitigkeit Ponys, Gold Mannschaft); Julia Weiser aus Wolfenbüttel (EM Vielseitigkeit Ponys, Gold Mannschaft)
FN-Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer: Ulla Salzgeber aus Bad Wörishofen (EM Dressur, Gold Mannschaft, Gold Einzelwertung)
FN-Ehrenzeichen in Gold: Inken Johannsen aus Tornesch (EM Vielseitigkeit, Silber Einzelwertung); Holger Schmezer aus Verden (Trainer EM Dressur)
FN-Ehrenzeichen in Silber: Mario Junghanns aus Grumbach (WM Zweispänner, Bronze Mannschaft, 6. Platz Einzelwertung); Bärbel Büchting aus Essen (EM Dis-tanzreiten, Bronze Mannschaft); Heike Ganster aus Waischenfeld (EM Distanzreiten, Bronze Mannschaft); Dr. Monika Kroez aus Lahntal (EM Distanzreiten, Bronze Mannschaft); Beate Grün aus Büdingen (Equipechefin EM Distanzreiten); Christian Ahlmann aus Marl (Teilnahme an 15 Nationenpreisen)

Das Dieter Hofmann-Stipendium, das eine finanzielle Unterstützung für die reiterli-che Ausbildung beinhaltet, erhielten die Springreiter Julia Brauweiler (Iserlohn), Julia Rode (Lahr) und Felix Hassmann (Lienen).
Das Graf-Rothkirch-Stipendium zur Unterstützung junger Vielseitigkeitsreiter ging an Anna Junkmann (Bakum).
Mit der Sponsorenplakette wurden Robert Diestel (Adelheidsdorf), Gisela Boes (Tangstedt), Dieter Hoffmann (Enzklösterle), Irmgard und Horst Heinze (Steinhagen); Bernd Oehmichen (Lungkwitz), Bernd Eylers (Hude); Heinrich Kampmann (Lingen); Toni Meggle (Wasserburg); Manfred Ruck (Hannover); Burkhardt Linse (Meerbusch); Astrid Becker (Walldorf) sowie Madeleine Winter-Schulze und Dietrich Schulze (Wedemark) geehrt. bsp

Andreas Dibowski mit Serve Well Zweiter
bei WM der jungen Pferde in Lion d'Angers
Lion d'Angers/FRA (fn-press). Bei der Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde, ausgetragen im Rahmen einer internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeit im französischen Lion d'Angers, belegte Andreas Dibowski (Döhle) mit dem Vorjahres-Bundeschampion Serve Well (Hannoveraner von Sherlock Holmes) den zweiten Platz. Sieger der WM, die ausschließlich siebenjährigen Pferden vorbehalten war, wurde der Franzose Nicolas Touzaint mit Galan de Sauvagere (Selle Francais von Joly Jumper). Platz drei ging an den Australier Sam Griffiths mit Private Colin. Zweibestes deutsches Paar waren Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit dem im Gestüt Sachsen gezogenen Classic S von Cassone. Sie belegten Platz elf. Das Gestüt Sachsen war außerdem mit dem siebenjährigen Hengst Lehnbach S von Landgraf I, vorgestellt von Ingrid Klimke (Münster), in Lion d'Angers vertreten. Nach einem Sieg in der Dressur gab das Paar im Gelände nach einem Sturz der Reiterin allerdings auf. Der vierte deutsche Reiter, Bodo Battenberg (Zolling), belegte mit Dame Edna (Bayer von Königstraum xx) Platz 24. Ingesamt beteiligten sich 67 Paare an den WM.

Ausführlicher Bericht mit tollen Fotos unter http://www.buschreiter.de oder unter http://www.dibo-online.de - der Homepage von Andreas Dibowski.

EM Vielseitigkeit in Pau: Inken Johannsen ist Vize-Europameisterin
Pau/FRA (fn-press). Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante ist neue Vize-Europameisterin (auf dem Bild bei der Fair Play-Trophy Verleihung). Mit einer fehlerfreien Runde im Parcours machte die 26-Jährige in der letzten der drei Teilprüfungen der Vielseitigkeits-EM noch einmal zwei Plätze gut. Allerdings kam sie an der nach Dressur und Gelände führenden Pippa Funnel (GBR) mit Supreme nicht mehr vorbei. Die Titelverteidigerin hatte zwar einen Abwurf und Zeitfehler, ließ sich aber wegen ihres Vorsprunges den Sieg nicht mehr nehmen. Auch mit der Mannschaft gewann die Britin die Goldmedaille. Frankreich holte sich die Silber-, Italien die Bronzemedaille. In der Einzelwertung ging die Bronzemedaille an den Spanier Enrique Sarasola mit Dope Doux. 
EM Vielseitigkeit Pau: Bettina Hoy in Verfassung ausgeschieden
Pau/FRA (fn-press). Vor der letzten der drei Teilprüfungen der Europameisterschaften Vielseitigkeit in Pau/Frankreich sind die deutschen Teilnehmer nur noch zu dritt. Nachdem Ingrid Klimke (Münster) mit Robinson's Concord vor dem Start in die Querfeldeinstrecke aus der Prüfung genommen wurde und Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit Traque le Vent im Gelände aufgab, kam Bettina Hoy (Gatcombe) mit Unsung Hero nicht durch die dritte Verfassungsprüfung. Zunächst schickten die Richter Unsung Hero in die Holding Box, beim nochmaligen Vortraben wurde er dann aus der Prüfung genommen. Die Entscheidung stieß bei der Reiterin und den Bundestrainern auf Unverständnis: "Hier wurde mit zweierlei Maß gemessen", sagte Hans Melzer (Luhmühlen). Nach dem Ausscheiden von Bettina , die nach Dressur und Gelände auf Platz vier gelegen hatte, ruhen nun die Hoffnungen auf Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante. Nach dem Pech von Bettina Hoy rutscht sie nun auf den Platz vier vor Springen. Die deutsche Mannschaft fiel dagegen durch den Ausfall auf den siebten Platz zurück.  
EM Vielseitigkeit Pau: Deutsches Team auf Platz vier / Hoy und Johannsen auf den Plätzen vier und fünf
Pau/FRA (fn-press). Freude und Enttäuschung lagen am Geländetag der Europameisterschaften Vielseitigkeit in Pau eng beeinander. Freude über das Abschneiden der beiden Damen der deutschen Mannschaft - Bettina Hoy (Gatcombe) mit Unsung Hero und Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante. Beide bewältigten den Kurs ohne Hindernisfehler, Inken Johannsen sogar ohne Zeitfehler. Trotzdem liegt im Endergebnis Bettina Hoy mit 48,2 Punkten noch knapp vor Johannsen, die mit ihrem Dressurergebnis von 48,4 Punkten beendete. In der Einzelwertung belegen sie die Plätze vier beziehungsweise fünf. In Führung liegt die Titelverteidigerin Pippa Funnel (GBR) mit Supreme Rock (37,8) vor Heidi Antikazidis (GRE) mit Michaelmas (45,8) und William Fox-Pitt (GBR) mit Stunning (47,8).  
Enttäuschend war dagegen das Abschneiden von Andreas Dibowski (Döhle) mit Ginger und Bodo Battenberg (Zolling) mit Sam the Man. Beide Reiter mussten jeweils zwei Verweigerungen hinnehmen, wobei Battenberg bei der zweiten Verweigerung noch aus dem Sattlel und somit weitere 60 Punkte für einen Sturz kassierte. Damit lautete das Endergebnis für Andreas Dibowski 132,8 Punkte (Platz 33) sowie für Bodo Battenberg 187,80 Punkte (Platz 43). Damit landete die deutsche Mannschaft, die nach Dressur noch auf dem aussichtsreichen zweiten Platz lag, mit 229,30 Punkten auf Rang vier hinter Großbritannien (140,4), Frankreich (161,4) 
und Italien (210,6).  
Pechvögel der Europameisterschaften waren allerdings die beiden Einzelreiterinnen. Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit Traque le Vent gab nach einem Sturz am zehnten Hindernis aus. Ingrid Klimkes Holsteiner Robinson's Concord wurde beim Vet-Check vor der Querfeldeinstrecke aus der Prüfung genommen.  
EM Vielseitigkeit Pau: Drei deutsche Reiter unter den ersten Zehn
Deutsche Mannschaft nach Dressur auf Platz zwei
Pau/FRA (fn-press). Mit einem hervorragenden Ergebnis endete aus deutsche Sicht die erste Teilprüfung der Vielseitigkeits-Europameisterschaften im französischen Pau: So stellten die Deutschen mit Ingrid Klimke (Münster) mit Robinson's Concord die Dressur-Siegerin und konnten zwei weitere Reiterinnen unter den ersten Zehn platzieren: Mit 46,2 Punkten liegt die vierte Mannschaftsreiterin Bettina Hoy (Gatcombe) mit Unsung Hero auf Platz fünf, Inken Johannsen rangiert mit 48,8 Punkten auf Platz neun. Auch in der Mannschaftswertung sieht es gut aus für Deutschland: Nach den favorisierten Briten (134.8 Punkte) rangiert das Team mit 151,6 Punkten auf Platz zwei. Den dritten Rang nach Dressur belegt die Equipe aus Italien. "Ich bin super zufrieden", lobte Bundestrainer Hans Melzer (Luhmühlen) seine Reiter. "Nach diesem Ergebnis brauchen wir nicht auf die Fehler der Anderen zu hoffen, sondern müssen nur einfach so weitermachen." Weitere Platzierungen der deutschen Reiter: Bodo Battenberg (Zolling) mit Sam the Man (57,00/Platz 33), Andreas Dibowski (Döhle) mit Ginger (62,8/Platz 46) und Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit Traque le Vent (63,4/Platz 48).  
Ergebnisse im Internet unter www.event-pau.org 
Neue Landesmeister Schleswig-Holstein und Hamburg
Am 8. und 9. Oktober fand in Negernbötel die Landesmeisterschaft der Buschreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg statt. Neben dem CIC*, welches für die Landesmeisterschafts-Wertung ausgeschrieben war, lief auch noch eine Lange A-Vielseitigkeit welche durch Katharina Schwien mit Timanfaya (JUN/JR) und Stefanie Wilke mit Gangsta´Paradise (REI/SEN) dominiert wurde. EM-Vize Malte Dohm (Pferd Sinestro) konnte sich bei den Junioren hinter Malin Hansen mit The Ghost of Hamis an dritter Stelle platzieren. Nur 0,60 Punkte hinter der siegenden Stefanie Wilke (REI/SEN) konnte sich Christina Stut mit ihrer Stute Loreana vor Michael Meier mit Anne platzieren.
Das CCI* gewann Frank Ostholt mit Cinderella vor Hinrich Romeike (Marius) und Peter Thomsen mit Bordou. An 5. Stelle konnte sich hinter Marret Leers (Cimbalou) Annalena Hinz mit Pointe Noire platzieren und damit die Landesmeisterschaft (Junioren) für sich entscheiden. Malte Dohm und Chatte Noire kamen mit 57,80 in der Landesmeisterschaft auf den Silberrang, Bronze sicherte sich Christin Stark auf Matchless Murphy. Bei den Senioren ging die Goldmedaille an Hinrich Romeike, Silber an Peter Thomsen und Bronze an Cathrin Kirchner Salzmann auf Go for Joy.
Neben der tollen Organisation der Familie von Lewinski mit Ihrem Team spielte auch das Wetter mit und rundete das Event ab. Die andere Reihenfolge der Prüfungen führte allerdings teilweise zu Verwirrungen im Publikum, die am Springtag (Samstag) auf Geländedarbietungen hofften. Doch den meisten gefiel der neue Modus, denn nach einem anstrengenden Geländetag fand zumindest gleich die Siegerehrung statt.

Fotos von den Siegehrungen
(Weitere folgen!)

Andreas Dibowski in Boekleo wieder vorne dabei
An diesem Wochenende hat Andreas Dibowski/Döhle erneut einen großen Erfolg verbuchen können. Während seine beiden besten Pferde - Ginger und Leonas Dancer - im Warendorfer Trainingslager für die EM vorbereitet wurden, konnte er mit der 9 jährigen Hannoveraner Stute Soleil (v. Star Reegnt xx, Besitzerin: Uta Barth) den bisher größten Erfolg im niederländischen Boekelo feiern. In einem Weltklassefeld mit Andrew Nicholsen, Blyth Tait, Dan Jocelyn, Matt Ryan, Didier Willefert wurden beide sensationell 4.
Bereits in der Dressur zeigte sich die schwierige Stute strak verbessert und belegte mit 52, 20 P. Rang 16 (unter 64 Startern). Eine Superrunde auf der 6.080 m langen Geländestrecke ohne Hindernis- und Zeitfehler - nur 4 Strafpunkte für 5 Sekunden Zeitüberschreitung auf der Rennbahn - brachten beide auf den 7. Platz. Im abschließenden Springen steuerte der routinierte Pferdewirtschaftsmeister Dibowski Soleil sicher über den Kurs, kassierte nur einen Zeitfehler und schob sich bis auf Position 4 nach vorne. Sieger des Hauptpreises - eines VW Beetle - wurde der Neuseeländer Andrew Nicholson/Sheff's Choice vor dem Franzosen Didier Willefert mit seinen Pferden Blakring Mili und Escape Lane.
Die deutsche Mannschaft mit Andreas Dibowski/Soleil, Konstantin Kruschke/Rikitikitavi,Wolf-Dieter Eckl/Mr. Mac und Kathrin Krage/Ivana wurden in der Teamwertung hinter Frankreich Zweite vor Irland und den Niederlanden.

Text: Rainer Leymann

Ingrid Klimke gewinnt in Varsseveld
Varsseveld/NED (fn-press). Nach ihrem Sieg bei der letzten Europameisterschaftssichtung in Cavertitz siegte die dreifache Deutsche Meisterin Ingrid Klimke (Münster) nun auch in einer nationalen S-Vielseitigkeit im niederländischen Varsseveld. Sie saß dabei im Sattel des Hengstes Lehnbach S, den sie seit Mai diesen Jahres unter dem Sattel hat. Auf dem zweiten Platz landete Michael Meier aus Salzhausen mit Sojanka xx, Platz vier ging auf das Konto des EM-Reservisten Adam Liedermann (Blender) mit Rainbow. 
BONN RODDERBERG
Bettina Hoy gewinnt CCIO-Einzelwertung, Dibowski und Dr. Hörich auf den Plätzen zwei und drei
Bonn-Rodderberg (fn-press). Trotz des großen Abstandes der führenden Reiterin, Bettina Hoy (Gatcombe), wurde es noch einmal spannend beim abschließenden Springen des internationalen Offiziellen Vielseitigkeitsturnier auf dem Bonner Rodderberg, bei dem es um die Entscheidung in der Einzelwertung ging: Maximal zwei Abwürfe durfte sich die Ex-Europameisterin leisten, um ihrem Sieg in der Mannschaftswertung auch den in der Einzelwertung hinzuzufügen. Und genau so oft fielen die Stangen. Damit lautete das Endergebnis für das Bettina Hoy und ihren englischen Vollblüter Woodsides Ashby 50,2 Punkte, was den Sieg vor Andreas Dibowski (Döhle) mit Little Lemon B (51,6) bedeutete. Der Vielseitigkeits-Profi drehte einem mehr eine eine fehlerfreie Runde im Parcours. Fehlerfrei blieb auch Dr. Bettina Hörich (Göttingen) mit Dusty Ches, allerdings musste sie sich zehn Strafpunkte für Zeitüberschreitung hinnehmen. Damit rangierte sie nach Springen mit 58,4 Punkten auf Platz drei. "Ich bin natürlich sehr zufrieden", erklärte Bundestrainer Hans Melzer (Luhmühlen) zum Erfolg des Teams und der Einzelreiter bei diesem CCIO***. Vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Pau, an denen sowohl Bettina Hoy als auch Andreas Dibowski mit einem anderen Pferd teilnehmen, war das Bonn-Rodderberg natürlich hervorragend als Motivation geeignet.! 

Hendrik von Paepcke Zweiter beim CIC*** Bonn-Rodderberg

Bonn-Rodderberg (fn-press). Neben der Nationenpreisprüfung fand an diesem Wochenende auf dem Bonner Rodderberg auch eine internationale Kurzprüfung auf Drei-Sterne-Niveau (CIC***) statt. Der Sieg ging hier an den dreifachen Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy (Australien) mit Moon Fleet mit 48,8 Punkten. Mit 56,8 Punkten konnte sich Hendrik von Paepcke (Bredeneek) mit Chesney Corner auf Platz zwei vor Darroll Scaife (Großbritannien) mit Chase the Melody (63,4) platzieren. Der dreifache Deutsche Meister und Mannschafts-Olympiasieger von 1988, Dr. Matthias Baumann (Reichertsheim) mit Valesca landete mit 64,60 Punkten auf Platz vier.  

Malte Dohm gewinnt "Preis der Besten" Vielseitigkeit
Malte Dohm (Ahrensbök) ist der Sieger beim Preis der Besten Vielseitigkeit in Bonn-Rodderberg. Mit seiner Holsteiner Stute Chatte noire schloss der zweifache Vize-Europameister der Jungen Reiter die Saison 2001 damit erfolgreich ab. Den Ausschlag für den Sieg gab seine überzeugende Leistung beim Stil-Geländeritt, den die Richter mit der Wertnote 8,6 beurteilten. Nach einem zweiten Platz in der Dressur und einem Platz fünf im Springen bedeutete dies Platz zwei im Gelände und damit den Sieg in der Gesamtwertung. Den zweiten Platz sicherte sich die westfälische Meisterin Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau H, die in Dressur und Springen den Sieg davontrug, sich im Gelände allerdings mit Platz sechs zufrieden geben musste. Platz drei ging an Eva Christin Putz (Hünxe) mit Destiny. Insgesamt waren 20 Reiterinnen und Reiter beim Preis der Besten teilnahmeberechtigt.  

Deutsches Vielseitigkeitsteam gewinnt Nationenpreis in Bonn-Rodderberg
Einen Start-Ziel-Sieg landete das deutsche Team beim internationalen offiziellen Vielseitigkeitsturnier (CCIO***) in Bonn-Rodderberg. Auch in der letzten der drei Teilprüfungen, dem Gelände, konnte sich das deutsche Quartett gegenüber der Konkurrenz behaupten und seinen Vorsprung weiter ausbauen. Insgesamt 155, 6 Punkte sammelten Bettina Hoy (Gatcombe) mit Woodsides Ashby, Dr. Bettina Hörich (Göttingen) mit Dusty Ches, Alfred Bierlein (Kalchreuth) mit Torcida und Andreas Dibowski (Döhle) mit Herakles auf ihrem Konto an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Teams aus Irland (201,8 Punkte) und Schweden (233,6). Während das Nationenpreis-Ergebnis damit feststeht, ist die Prüfung für die 20 besten Paare noch nicht beendet. Für sie geht es morgen in einer weiteren, zusätzlichen Springprüfung um Sieg und Platzierung. Diese Vorgehensweise entspricht dem geplanten neuen Modus, mit dem auch bei den Olympischen Spielen über die Vergabe der Einzelmedaillen entschieden werden soll. Auch hier sieht es für die deutschen Teilnehmer sehr gut aus: Mit einer fehlerfreien Runde durch das Rodderberger Gelände mit Wegestrecken, Rennbahn und der gut sechs Kilometer langen Querfeldeinstrecke liegt Bettina Hoy weiterhin auf Platz eins (40,2 Strafpunkte). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Andreas Dibowski mit seinem zweiten Pferd Little Lemon B (51,6) und Dr. Bettina 
Hörich (54,4 Punkte), Alfred Bierlein rangiert mit Torcida auf Platz sechs (61,0).  

Ingrid Klimke siegt beim CIC*** Cavertitz
Cavertitz (fn-press). Die Siegerin der internationalen Kurzvielseitigkeit (CIC***) im sächsischen Cavertitz heißt Ingrid Klimke (Münster). Die dreifache Deutsche Meisterin beendete die dreiteilige Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 34,20 Punkten, zu dem weder im Springen noch in der Geländeprüfung weitere Strafpunkte hinzugekommen waren. Platz zwei ging an Andreas Dibowski (Döhle) mit seinem Olympiapferd Leonas Dancer (50,80 Punkte), den dritten Platz belegte die Derby-Siegerin und DM-Dritte Dr. Bettina Hörich (Göttingen) mit Dusty Ches. Pechvogel des Tages war der Australier Andrew Hoy. Der dreifache Mannschafts-Olympiasieger stürzte mit dem ersten seiner drei Pferde, Mr. Pracatan, an Hindernis neun. Dabei wurde er an der Hand verletzt und musste auf seine weiteren Starts verzichten. Besonders bitter: Hoy hatte mit Moon Fleet und Ringwood Cockatoo nach Dressur und Springen auf den Plätzen zwei und drei gelegen. Insgesamt beendeten 25 Paare den Kurs ohne Hindernisfehler, darunter vier innerhalb der erlaubten Zeit. Zu diesen gehörte neben den ersten drei, Klimke, Dibowski und Hörich, auch Bodo Battenberg (Zolling) mit Sam the Man. Battenberg, Mitglied der Mannschaft, die vor zwei Jahren bei den Europameisterschaften in Luhmühlen Silber gewann, verbesserte sich damit vom 20sten Platz nach Dressur und Springen auf Platz sieben in der Endabrechnung.
Nicola Winkler neue Deutsche Meisterin der Pony-Vielseitigkeitsreiter
Rheinböllen (fn-press). Die neue Deutsche Meisterin der Pony-Vielseitigkeitsreiter kommt aus Schleswig-Holstein. Mit 43,20 Strafpunkten siegte Nicola Winkler aus Eutin mit Jonas bei den Meisterschaften in Rheinböllen vor der Baden-Württembergerin Jennifer Fügel (Wolfschlugen) mit Calimero (44,20 Punkte). Die Bronzemedaille ging an Julia Weiser (Wolfenbüttel) mit Irish Beauty. 
EM Vielseitigkeit Junge Reiter Waregem:
Doppel-Silber und Bronze für deutsche Reiter
Waregem/Belgien (fn-press). Die Jungen haben es vorgemacht und die Jungen Reiter folgten ihrem Beispiel: Wie die Junioren beendeten sie nun ihre Europameisterschaften im belgischen Waregen mit einer Mannschafts-Silbermedaille sowie mit Silber und Bronze in der Einzelwertung. Die Silbermedaille gab es für Mannschaftsreiter Malte Dohm (Ahrensbök) mit Cayenne P (Bild oben links), die Bronzemedaille konnte Carolina Peper (Bad Segeberg) mit It's just Tuffy für sich verbuchen (Bild rechts in Negernbötel). Der neue Europameister kommt allerdings aus Österreich: Harald Ambros mit Miss Haila.  
In der Teamwertung hatten die Briten die Nase vorn, gefolgt von Deutschland mit Malte Dohm, Jelte Carina Timm (Ganderkesee) mit Chico, Christiane Stahl (Nagold) mit Bantry Bay und Michael Jung (Horb) mit Biosthetik's Maricos. Die Bronzemedaille ging an die Mannschaft aus Finnland.  
Blyth Tait gewinnt in Burghley
Blyth Tait (Neuseeland) ritt ein brilliantes abschließendes Springen mit seinem Gold-Pferd Ready Teddy und kickte so Andrew Nicholson mit Mr. Smiffy, der bis zu diesem Zeitpunkt die Pole Position inne hatte, auf den zweiten Rang (46,0). Tait gewann mit einer Punktzahl von 41,4 die Burghley Pedigree Horse Trials 2001. Dan Jocelyn, nach der Dressur auf dem 29. Rang, kämpfte sich mit einer spektakulären Runde im Gelände und einem fehlerfreien Ritt im Springen auf den dritten Platz vor. Die brittischen Amazonen Mary King mit King Solomon III, Pippa Funnell (Cornerman) und Polly Stockton ließen den Männern dieses Mal die ersten Plätze und beendeten die Prüfung mit dem vierten, fünften und sechsten Rang.
Blyth Tait über seinen Ritt: "Es ist ein tolles Gefühl, hier der Gewinner zu sein! Ready Teddy lief das ganze Wochenende einfach toll. Ich war froh, dieses Pferd unter dem Sattel zu haben, er kämpfte, als wollte er sagen: An mir kommt heute keiner vorbei, ich will hier siegen!"
Der Veranstalter, Bill Henson, sagte nach dem Event: "Ich konnte mir keinen besseren Ablauf des Events vorstellen - wir hatten alle vier Tage ein tolles Publikum, super Wetter und haben tollen Sport gesehen. Was will man mehr?"

Mehr Infos über das Event auf der Homepage.

Hamburg und Luhmühlen wollen Olympische Reiterspiele 2012
(Von St. Georg) Hamburg und die umliegende Region will sich um die Olympischen Sommerspiele 2012 bewerben. Ein von der Handelskammer vorgelegte Studie schlägt vor, dass Dressur- und Springwettbewerbe im Derby-Park ausgetragen werden, die Vielseitigkeitsprüfungen sollen in Luhmühlen stattfinden. Eine offizielle Bewerbung gibt es jedoch noch nicht - der Hamburger Senat will darüber erst am 23. Oktober entscheiden. Über das Engagement der Hamburger Politiker für den Pferdesport sind die Meinungen geteilt: Noch in der vorigen Woche hatte das Bezirksamt Hamburg-Altona gedroht, den Veranstaltern des Derbys die Anmietung notwendiger Flächen drastisch zu verteuern.
Web-Tipp: Blenheim 2001
Auf der Homepage des Sponsosr gibt es die ersten Infos über Blenheim (6.-9. September 01): Ab nach Blenheim!
Inken Johannsen wird Zweite beim CIC*** Malmö
Malmö/SWE (fn-press), Bei der internationalen Kurzvielseitigkeit, CIC***, in Malmö/Schweden siegte die Schwedin Anna Nilsson mit Beach Star vor Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante Zweiter vor Bettina Hoy (Gatcombe) mit Woodsides Ashby. Die dreifache Deutsche Meisterin Ingrid Klimke mit Robinson's Concord wurde Fünfte. 
Die Ergebnisse im Einzelnen: 
1. Anna Nilsson (SWE) mit Beach Star; 46,60 Strafpunkte 
2. Inken Johannsen mit Brilliante, 49,40  
3. Bettina Hoy mit Woodsides Ashby; 49,80 
4. Piia Pantsu (FIN) mit Karuso; 50,40 
5. Ingrid Klimke mit Robinson's Concord; 52,20 
... 
7. Andreas Dibowski (Döhle) mit Ginger; 54,40 
8. Bettina Hoy mit Unsung Hero; 60,20 
EM Junioren Vielseitigkeit Walldorf: Drei Medaillen für Deutschland
Walldorf (fn-press). Bei den Europameisterschaften Vielseitigkeit Junioren in Walldorf sicherte sich das deutsche Team die Silbermedaille sowie die Plätze zwei bis vier in der Einzelwertung. Die Nase vorn hatte Frankreich, das sowohl in der Einzel- wie der Teamwertung die Goldmedaille holte. Bronze ging an Irland. Neue Europameisterin ist Amelie Billard mit Derby de Longueval, Silber ging an Marie-Louise Meyer (Ibbenbüren) mit Bintang, Bronze gab es für amtierende Deutsche Meisterin Sabine Flörkemeier (Herford) mit Cristall-noir. Den vierten Platz in der Einzelwertung belegte Mannschaftsreiterin Anna-Katharina Störtenbecker mit Quirrido (Bild). Für die Mannschaft ritten außerdem Anna-Katharina Redlbacher (Wentorf) mit Ballymore, Isabell Nagel (Bielefeld) mit Blueberry Boy sowie Katharina-Luise Kate (Toppenstedt) mit Tinboy. 
Die Ergebnisse zum Einzeln: 
1. Amelie Billard mit Derby de Longueval; 39,00 (38,0 Dressur/0/ Gelände/1 Springen) 
2. Marie-Louise Meyer mit Bintang; 41,40 (36,4 /0 /5) 
3. Sabine Flörkemeier mit Cristall-noir; 37,20 (37,2/0/5) 
4. Anna-Katharina Störtenbecker mit Quirrido; 43,80 (43,8/0/0) 
... 
7. Anna Junkmann mit Esparto; 50,00 (45,0/0/5) 
... 
10. Anna-Katharina Redlbacher (Wentorf) mit Ballymore; 54,60 (49,6/0/5) 
... 
26. Isabell Nagel (Bielefeld) mit Blueberry Boy; 63,60 (48,6/8/7)) 
.. 
31. Katharina-Luise Kate (Toppensted 
t) mit Tinboy; 66,40 (39,80/21,6/5) 
... 
35. Corinna Schneider (Kiel) mit Märchenprinz xx; 70,20 (55,2/0/15) 
Dr. Matthias Baumann siegt im CIC** von Brunnthal-Riedhausen

Dr. Matthias Baumann, Michael Jung und Tina Richter (v.l.)

Nach heftigen Gewitterschauern während der Dressurprüfungen am Freitag hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte den 81 Teilnehmern am Springen und den 76 Startern für die Gelämdeprüfung ideale Verhältnisse.
Nach Platz drei bei der Kurzprüfung im belgischen Lummen und dem Sieg mit der bayerischen Mannschaft bei der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft sowie bei der Bayerischen Meisterschaft in Kreuth gewann Dr. Matthias Baumann die Zweisterneprüfung in Brunnthal-Riedhausen.
Mit der 15-jährigen Hannoveraner Stute Valesca (39,00) verwies er den Deutschen Meister der Jungen Reiter, Michael Jung/Biosthetik's Maricos (43,20) und die Gewinnerin des CIC* Vanselow, Tina Richter/Ami Petit (44,40), auf die Plätze.
"Es war eine sehr schöne Kurzprüfung, die durch die Teilnehmer der EM-Sichtung aus dem Lager der Jungen Reiter ein hohes sportliches Niveau bekommen hat. Obwohl ich in der Dressur als Erster starten musste, was üblicherweise ein Nachteil ist, wurde ich von dem sehr gut harmonierenden Richterteam auf Platz 3 gesetzt. Da wir im Parcours keinen Abwurf hatten, konnten wir uns hinter Michael Jung auf den zweiten Platz vorschieben", berichtete Tissy Baumann im Buschreiter.de-Interview.
Ausdrücklich lobte er den Geländekurs, für den Wolfgang Feld und Hans Klemm verantwortlich zeichneten: "Es war ein sehr guter Boden und mit Ausnahme einiger Ecken im Waldstück, gab es genügend Galoppstrecken. Technisch wurde uns einiges abverlangt und die Wasserkombination erinnerte mich stark an den Milfordteich von Lühmühlen. Ich hatte mir eigentlich keine Siegchance mehr ausgerechnet, aber Valesca war in Topform, wofür ich meiner Pflegerin Emma ein dickes Lob aussprechen möchte, die meine Pferde fit hält. Wir waren 11 Sekunden unter der Bestzeit, was nicht viele Paare geschafft haben. Michael Jung hat sicher im Hinblick auf die EM nicht alles riskiert. Ich kann mich auf die Stute hundertprozentig verlassen und es ist mit uns wie bei einer alten Liebe", erläuterte Baumann sein besonderes Verhältnis zu Valesca, die er bewusst nur noch in Kurzprüfungen einsetzt.
Rundum zufrieden war auch Veranstalter Christoph Heiden mit dem Turnierverlauf: "Von den 76 Paaren im Cross gab es keinen Sturz an einem Hindernis - lediglich 4 Reiter trennten sich nach Sprüngen von ihrem Pferd. Die Strecke war sehr selektiv und nur Pferde, die tatsächlich Zweisterneniveau besitzen, kamen ins Ziel. Wir haben gegenüber dem Vorjahr technischer gebaut - denn die Abmessungen sind bereits ausgereizt."
Einen guten Eindruck hinterließ Marie-Jeanette Steinle, die mit ihrem Nachwuchspferd Classic S Platz 4 (46,80) und mit Traque le Vent Platz 9 (50,20) belegte. EM-Kandidat Bodo Battenberg präsentierte seinen Sam the Man in guter Form vor den letzten Testprüfungen in Malmö und Cavertitz - sie belegten Platz 7 (49,40).
Über wenige Zuschauer konnte sich der Veranstalter in keinem Fall beklagen. In großen Trauben standen die Freunde des Pferdesports vor allem um die Hindernisse am Wasser und nahmen so hautnah am spannenden Kampf und die vorderen Plätze teil. Dank der zahlreichen und umsichtigen Hindernisrichter und Helfer konnten Kollisionen und Unfälle ausgeschlossen werden.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung die Sport auf hohem Niveau und einen spannenden Wettkampf präsentierte. Für das Jahr 2002 haben sich die Veranstalter ein noch höheres Ziel gesteckt. Dies bleibt allerdings vorerst noch ein Geheimnis.

Presseteam Brunnthal Riedhausen
Ute Bitter, Uli Müller, Alexandra Schenk

Süddeutsches Geländepferdechampionat
Schwaiganger (fn-press). Skatman, ein sechsjähriger Zweibrücker Hengst von Sixtus-Navarino xx (Züchter: Karl-Heinz Bange, Seibersbach, Reiterin: Kerstin Müller, Standenbühl) ist Sieger des Süddeutschen Geländepferdechampionates, ausgetragen Anfang August im Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. 16 sechs- und siebenjährige Pferde aus süddeutscher Zucht qualifizierten sich in einer Gelände-pferdeprüfung Klasse L mit 31 Startern für die Teilnahme am Championat M-Niveau. Hb
CCI* Kreuth: Interview mit Dr. Jens Adolphsen
Bitte Überschrift anklicken!
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft / CCI** in Kreuth
Bayern neuer Deutscher Meister
Kreuth (fn-press). Fein, aber sehr klein war das Teilnehmerfeld der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft, die im Rahmen einer internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeits-Prüfung im ostbayerischen Kreuth ausgetragen wurde: 22 Paare gingen an den Start, vier Mannschaften bewarben sich um den Titel. Neuer Meister wurde das Team aus Bayern mit Martin Fink (Dinkelsbühl) mit Stomling Paddy, Josepha Six (Waakirchen) mit Tanina, Dr. Wolf-Dieter Eckl (Ochsenfurt) mit Mister Mac und Dr. Matthias Baumann (Reichertsheim) mit Activomed Night Train. Die Silbermedaille ging nach Hannover-Bremen. Den Sieg im CCI** sicherte sich Jasmin Lebert (Delmenhorst) mit Indiamo vor Marc Fiege (Greven) mit Armani und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Mystery Creek. Die Besonderheit dieser Meisterschaft: Erstmals in einem CCI** hatte man in Kreuth den traditionellen Ablauf Dressur-Gelände-Springen geändert. Der Geländetag wurde in diesem Pilotprojekt auf den Sonntag verlegt, was nicht zuletzt die Zuschauer mit Begeisterung aufnahmen.

Noch nach Dressur und Springen führte am Samstag Abend das Team aus Hannover-Bremen, dessen Reiter Elmar Lesch (Bavendorf) auf dem zehnjährigen Holstei-nerwallach Yakumo’s Heiner und Andreas Dibowski (Döhle) mit Little Lemon B auch die Spitzenpositionen in der Einzelwertung übernahmen. Auf Platz drei im CCI** folgte mit zwei Zehnteln Abstand Jasmin Lebert mit ihrem elfjährigen Han-noverander Indiamo. Die Weser-Emser Einzelreiterin wurde in Kreuth als Newco-merin der Saison gehandelt, gehörte allerdings schon im letzten Jahr zu den Teil-nehmern der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. In der Mannschaftswertung ran-gierten die Westfalen nach dem ersten Prüfungstag auf Platz zwei vor den Bayern und den Reitern des Mixteams aus Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Mit Spannung erwartet wurde der Geländesonntag. Dieser bot beste Voraussetzun-gen für guten Sport: Herrlichstes Sommerwetter bei nicht zu hohen Temperaturen, eine 4.950 Meter lange Querfeldeinstrecke mit 30 von Parcourschef Hans Klemm (Schopfheim) kunstvoll und fair in Szene gesetzten Hindernissen sowie ein hervor-ragend präparierter Boden. Und dann kam, was eigentlich niemand glauben konnte: Sowohl Elmar Lesch wie auch Andreas Dibowski hatten geradezu unbeschreibliches Pech und kassierten durch „Vorbeiläufer“ jeweils 20 Strafpunkte im Gelände. Dazu musste Elmar Lesch noch 10,40 Zeitfehler-Punkte hinnehmen. Dies warf ihn auf den elften Platz zurück, Andreas Dibowski musste sich mit Platz acht zufrieden geben. Damit brachten sie nicht nur sich selbst um Siegesschancen in der Einzelwertung, sondern machten auch den Weg frei für den Sieg des bayerischen Teams. Denn die Mannschaften Westfalens und aus Berlin-Brandenburg/Sachsen-Anhalt blieben im Gelände nicht mehr in der Wertung: Sie „platzten“ durch Ausscheiden eines ihrer Reiter.

Vom Pech der beiden Hannoveraner Reiter profitierte Jasmin Lebert, die ihrer her-vorragenden Dressur und der Null-Fehler-Runde im Springen durch ein erstklassiges Geländeergebnis ohne Zeit- und Hindernisfehler die Krone aufsetzte. Es blieb bei insgesamt 49,00 Punkten für die 22-jährige und damit Platz eins in der Gesamtwer-tung. Zehn weitere Paare beendeten das Gelände ohne Hindernisfehler, sieben davon auch ohne Zeitfehler. Nur fünf Paare schieden auf der Strecke aus. Damit war diese Deutsche Meisterschaft trotz geringer Starterzahlen eine Werbung für den Vielsei-tigkeitssport.

Was an Quantität fehlte, machten die Teilnehmer an Qualität wett. Aber warum ent-schieden sich so wenige für Kreuth? Bundestrainer Hans Melzer (Luhmühlen) führte dies zum einen auf die Überschneidung mit anderen Turnieren zurück, zum anderen auf den Ruf der Kreuther Geländestrecke. „Bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und Jungen Reiter 2000 waren die Bodenverhältnisse nicht ideal“, erklärte Melzer. „Damals war das Geläuf nach wochenlanger Trockenheit sehr hart. Leider spukt das bis heute noch in den Köpfen der Reiter herum, und war sicherlich für die geringen Teilnehmerzahlen verantwortlich.“ Was die Zukunft Kreuths als Vielsei-tigkeitsstandort angeht, ist Hans Melzer daher optimistisch: „Das nächste Mal wird es genau anders herum laufen. Wir hatten jetzt einen super Boden! Bruno Six und sein Team haben sich unermüdlich um das Geläuf gekümmert, haben Sägemehl aus-gefahren und beregnet. Der Boden war optimal, und das wird sich herumsprechen.“ RF/Hb
Westfalens Junioren gewinnen Nachwuchschampionat Vielseitigkeit
Warendorf (fn-press). Beim Nachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf siegte wie schon im Vorjahr das Team aus Westfalen. 352,10 Punkte sammelten Christina Korte (Telgte) mit Norma Jean B, Tina Cording (Herford) mit Amanda Bo, Friederike Budde (Iserlohn) mit Watermill Meddo und Johanna Löer (Fröndenberg) mit Tandaraday in den fünf Teilprüfungen Theorie, Springen, Dressur, Vormustern und Stilgeländeritt an. Damit übernahmen sie die Führung vor den Mannschaften aus Hannover-Bremen (328,70) und Schleswig-Holstein (325,70).  
In der Einzelwertung sicherte sich bereits zum dritten Mal in Folge Christina Korte mit Norma Jean B den Sieg, Platz zwei ging an ihre Teamkollegin Friederike Budde mit Watermill Meddo. Den dritten Platz konnte Nina Ossenberg (Tornesch) nach ihrem Sieg in der Teilprüfung Gelände mit nach Hause nehmen. Sie startete in Warendorf auf einem zur Verfügung gestellten Pferde: der siebenjährigen Holsteiner Stute Itzy Bitzy aus der Zucht der Familie Johannsen (Tornesch), die bisher von Inken Johannsen geritten wurde.  
FNverlags-Trophy 2001 / Nachwuchschampionat Vielseitigkeit Pony
Doppel-Erfolg für Schleswig-Holstein
Warendorf (fn-press). Beim Nachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf ging die FNverlags-Trophy 2001 in der Abteilung „Ponys" nach Schleswig-Holstein: Julia-Johanna Becker (Ahrensbök) mit Neptun, Jannecke Dose (Elmshorn) mit Castor, Nicola Winkler (Eutin) und Ronja Bergmann (Ahrensbök) mit Rasmus sicherten sich mit 346,1 Punkten den Sieg vor den Teams aus Hannover-Bremen (336,5) und Westfalen (331,5). Auch in der Einzelwertung siegte der Norden. Hier setzte sich Nicola Winkler in der Endabrechnung gegen Mareike Guhse (Salzhausen/Hannover-Bremen) mit Pele und Daniel Oppermann (Hofgeismar/Hessen) mit Melle Bruno durch.

Ein starkes Starterfeld kam in diesem Jahr in Warendorf zusammen. Das deutete sich bereits nach den ersten Teilprüfungen dieses Fünfkampfes an. Nach Theorie und Vormustern stand für die Ponyreiter am Samstag der Stilgeländeritt auf dem Programm. Mit einer 8,9 bewerteten die Richter die „stets frisch vorwärts" reitende Julia-Johanna Becker mit Neptun und setzten sie mit dieser Note an die Spitze in dieser Teilprüfung. Im Zwischenstand reichte es für die Holsteinerin nach den ersten drei Teilprüfungen jedoch „nur" für Platz zwei, punktegleich mit der erst zwölfjährigen Johanna Dörner (Bocholt/Westfalen). Letztere hatte in diesem Jahr bereits mit einem ersten und zweiten Platz bei der Europameisterschaftssichtung in Iserlohn-Kalthof auf sich aufmerksam gemacht. Als „schön anzuschauen" bezeichneten die Richter ihren Geländeritt, wünschten sich bei ihr allerdings - wie bei vielen anderen auch – „eine etwas bessere Lage des Unterschenkels".

Die vorläufige Spitzenposition sicherte sich dank einer 10,0 in Theorie, einer 9,5 beim Vormustern und dem zweitbesten Geländergebnis (Wertnote 8,7) Mareike Guhse (Salzhausen/Hannover-Bremen) mit Pele, im vergangenen Jahr Dritte beim Bundeschampionat des Deutschen Vielseitigkeitsponys in Hannover. In der Mannschaftswertung führte nach der „Halbzeit" Schleswig-Holstein vor Hannover-Bremen und Westfalen.

Hatte im vergangenen Jahr für viele Teilnehmer ein überbauter Wassergraben aus Plastik zum Ausscheiden und zu Diskussionen geführt, schienen nun alle ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Derselbe Wassergraben störte kaum noch eines der Ponys und nur wenige Paare kamen nicht ins Ziel. Bestes Ergebnis erzielte Nicola Winkler mit Jonas. „Selbstsicherheit und gute Übersicht" bescheinigten die Richter diesem Paar und vergaben die Stilnote 9,0, von der allerdings 0,5 Strafpunkte für einen Abwurf abgezogen werden mussten. Zusammen mit einem dritten Platz in der Dressur – Wertnote 8,6 – reichte dies für die Holsteinerin zum Sieg in der Einzelwertung.

Denn Mareike Guhse und Pele hatten zwar das bessere Dressurergebnis (8,8), im Springen sahen die Richter jedoch bei diesem Paar „noch einige Probleme mit dem Absprung". Im Klartext bedeutete dies die Wertnote 7,5 für den „an sich guten Stil" (abzüglich 0,5 Strafpunkte für einen Abwurf), allerdings auch den Verlust der Spitzenposition. Knapp hinter Nicola Winkler wurde Mareike Guhse mit Pele Zweite. Den dritten Platz sicherte sich überraschend Daniel Oppermann mit Melle Bruno, der mit seinem Sieg in der Dressur (Wertnote 9,0) zuletzt wichtige Punkte gut und damit eine großen Sprung nach vorne machte.

In der Mannschaftswertung änderte sich nichts. Neben Nicola Winkler sorgten Jannecke Dose, Julia-Johanna Becker und Ronja Bergmann mit den Plätzen fünf, sieben beziehungsweise 27 dafür, dass dem holsteinischen Team der Sieg bis zuletzt nicht mehr zu nehmen war. Hb
CIC** Kreuth: Dr. Baumann neuer Bayerischer Meister
Kreuth (fn-press). Kurz vor den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Vielseitig-keit (10. bis 12. August) war Gut Matheshof in Kreuth Gastgeber der Bayerischen Meisterschaften. 34 Teilnehmer beteiligten sich an dieser internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung. Bayerischer Meister der Senioren wurde Dr. Matthias Bau-mann (Reichertsheim) – ein Titel, der bislang noch in seiner Sammlung fehlte. Mit der 15-jährigen Volturno-Tochter Valesca legte Baumann mit 36,80 Punkten das zweitbeste Dressurergebnis vor, dem er in Gelände und Springen keine weiteren Punkte hinzufügte. „Mit uns beiden ist es, als ob Oma und Opa abends im Sessel vor dem Fernseher sitzen“, beschreibt Dr. Matthias Baumann die Harmonie zwischen sich und seinem Pferd. An diesem Ergebnis kam auch Bodo Battenberg (Zolling) mit Dame Edna nicht vorbei. Mit 37,60 Punkten im Gesamtergebnis mussten sie sich mit der Silbermedaille begnügen. Dritter wurde mit 41,60 Punkten Hans-Heinrich Held (Massenhausen) mit Jim Knopf.
Glänzendes Wochenende für deutsche Ponyreiter
Vejer de la Frontera/ESP (fn-press). Viel Edelmetall gab es am letzten Tag der Pony-Europameisterschaften im spanischen Vejer de la Frontera. Wie sich nach der gewonnenen Mannschafts-Goldmedaille schon abzeichnete, sicherten sich die deutschen Dressurreiter auch in der Einzelwertung die Plätze eins bis vier. Marion Engelen (Kerken) mit Dornik B verteidigte erfolgreich ihren Titel, Silber ging an Carde Meyer (Nottuln) mit Keep Cool. Die Bronzemedaille sicherte sich die Vorjahres-Vizemeisterin Christina Thomas (Aachen) mit Diddi Keeps Cool NRW, die in der letzten Prüfung ihre Erfahrung ausspielte und sich damit vor EM-Neuling Annika Fiege (Münster) mit Konrad platzierte. Doppel-Gold gab es für auch für die Vielseitigkeitsreiter, die im Springen erfolgreich ihre Führung aus Dressur und Gelände verteidigten. Neue Europameisterin wurde Julia Krajewski (Nordhorn) mit dem Ex-Bundeschampion Cyrano, Maria-Lena Kate (Toppenstedt) mit Hillery wurde Vierte. Zuletzt holte sich das deutsche Springreiter-Team die Bronzemedaille hinter Großbritannien und den Niederlanden. 
CIC Hoppegarten: Hoy vor Hoy
Berlin-Hoppegarten (fn-press). „Hoy vor Hoy“ hieß das Ergebnis der internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) in Berlin-Hoppegarten. Mit sagenhaften 28,2 Strafpunkten siegte Bettina Hoy, geborene Overesch, vor ihrem frisch angetrauten Ehemann Andrew Hoy (Australien) mit Moon Fleet (35 Strafpunkte). Ein Klasse für sich war auch Andreas Dibowski. Der Vielseitigkeits-Profi aus Döhle platzierte gleich drei Pferde unter den ersten Acht: Ginger (43,0, Platz drei), Leonas Dancer (47,0, Platz vier) und Herakles (51,0, Platz acht).
Eine besondere Bedeutung hatte die Prüfung auch für die Junioren und Jungen Reiter: Sie wurden hier vom im Hinblick auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Walldorf (24. bis 26. August) und Waregem/Belgien (6. bis 9. September) gesichtet: Beste Junge Reiterin in Hoppegarten und damit potenzielle Kandidatin für einen EM-Start war Christiane Stahl (Nagold) mit Bantry Bay auf Platz neun (52,6), dicht gefolgt von Insa-Kristina Weddige (Hünxe) mit Aram (54,8, Platz zwölf) und dem amtierenden Deutschen Meister dieser Altersklasse, Michael Jung (Horb) mit Biosthetik’s Maricos (55,2, Platz 13). Beste Juniorin war Marie-Louise Meyer (Ib-benbüren) mit Bintang (61,0, Platz 21), ebenfalls noch platziert war die amtierende Juniorenmeisterin Sabine Flörkemeier (Herford) mit Cristall-noir. Besondere Att-raktion des Vielseitigkeits-Wochenendes war der Renn-Nachmittag am Samstag. Zur Abwechslung mussten die Reiter einmal nicht selbst in den Sattel, sondern Anderen dabei zusehen. Und natürlich wetten..... Hb
Andreas Dibowski neuer Landesmeister
Sahrendorf (fn-press). Der neue Landesmeister Vielseitigkeit in Hannover-Bremen heißt Andreas Dibowski (Döhle). Mit dem Vorjahres-Bundeschampion Serve Well beendete der Pferdewirtschaftsmeister die offen ausgeschriebene Vielseitigkeitsprüfung Klasse M in Sahrendorf mit 42,2 Strafpunkten auf Platz drei und platzierte darüber hinaus seine Pferde Newcomer und Little Lemon B auf den Plätzen fünf und sechs. Vize-Landesmeister wurde Elmar Lesch (Bavendorf) mit White Point (44,0/Platz vier), die Bronzemedaille konnte Michael Meier (Salzhausen) mit Sojanka xx (47,10/Platz sieben) in Empfang nehmen. Siegerin der Prüfung wurde die Südafrikanerin Zilla Pearse (Möhnesee) mit Rheingold (33,85) vor Peter Thomsen (Lindewitt) mit Blauer Vogel (37,20). Im Rahmen derselben Prüfung wurden auch die Landesmeister in der Altersklasse der Jungen Reiter ermittelt: Hier siegte Frauke Schumacher (Vögelsen) mit Mumpitz vor Nadine Marzahl (Liebenburg) mit Witch und Kurd Moritz von Ziegner (Stelle) mit Felix. Hb
Neues Vielseitigkeits-Team
von Reiter Revue
Der süddeutsche Bauunternehmer Theo Steinle wird ein neu gegründetes Vielseitigkeits-Team sponsern. Neben seiner Tochter Marie-Jeanette Steinle, der Finnin Pia Pantsu und der Britin Pippa Funnell wird auch Ingrid Klimke dem Team angehören. Die Münsteranerin hat bereits ein Pferd von Steinle, der die letzte EM-Sichtung auf seinem sächsischen Gestüt Cavertitz ausrichtet, unter dem Sattel: Den Holsteiner Hengst Lehnbach S. Mitihm wurde sie siebte beim CIC in Luhmühlen.
Ingrid Klimke wieder deutsche Meisterin - Sieg für Piia Pantsu
von K.Morgenstern
Ergebnisse CCI***

Bilder aus Luhmühlen !!!!!

Bild: Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft: Ingrid Klimke und Robinson´s Concord beim Start in die Geländestrecke Foto: Birte Höfer

Luhmühlen/Lüneburg (dpa) - Die Frauen sind den Männern in der härtesten Diszlipin des olympischen Pferdesports wieder einmal davongeritten: Die 30-jährige Finnin Piia Pantsu holte sich am Sonntag in Luhmühlen mit ihrem schwedischen Wallach Karuso zum dritten Mal nach 1994 und 1995 den Sieg bei der Internationalen deutschen Military-Meisterschaft vor Ingrid Klimke mit ihrem 11-jährigen dunkelbraunen Holsteiner Wallach Robinson's Concord. Damit wurde die 33 Jahre alte Münsteranerin zum dritten Mal nacheinander deutsche Meisterin. Der dritte Platz ging an die 26-jährige Schwedin Sofia Andler, die den stärksten männlichen Reiter, Tobias Groenberg (Schweden), auf Rang vier verwies. Sieben Frauen unter den ersten Zehn sorgten für einen totalen Triumph der Amazonen. Piia Pantsu, die im schwedischen Flyinge lebt und trainiert und als Favoritin für die Europameisterschaft im Oktober im französischen Pau angesehen werden muss, hatte nach einer starken Dressur und einer bravourösen Vorstellung im 19,983 Kilometer langen Geländeritt auch im abschließenden Springen Nerven wie Drahtseile, bewältigte die zwölf Hindernisse fehlerfrei und ließ damit den deutschen Amazonen keine Chance. Ingrid Klimke, die Tochter des sechsmaligen Dressur- Olympiasiegers Reiner Klimke, musste nach einem Abwurf mit dem zweiten Rang zufrieden sein. Die Rheinländerin Edith Beine, die nach Dressur und Geländeritt mit Piia Pantsu noch gleichauf gelegen hatte, fiel durch zwei Springfehler auf den fünften Rang zurück. Die sintflutartigen Regenfälle in der Nacht zum Sonntag, die weite Teile des Turnier-Geländes von Luhmühlen in eine Seenlandschaft verwandelten, zwangen die Organisatoren, die parallel zum Championat durchgeführte Nebenprüfung abzubrechen und auf den Geländeritt zu verzichten. Nach Dressur und Springen dieser CIC-Prüfung führte Ex-Europameisterin Bettina Overesch (Warendorf) mit ihrem neunjährigen Schimmelwallach Woodsides Ashby mit 24,6 Punkten vor Zilla Pearse (Südafrika) mit Reingold (33,69) und dem Weltranglisten-Zweiten Andreas Dibowski (Döhle/Niedersachsen) mit Leonas Dancer (40,8). Das eindrucksvollste Resultat der 25. internationalen Vielseitigkeitsprüfung seit 1975 im deutschen Military-Mekka aber war statistischer Natur: 82 Prozent aller Teilnehmer beendeten den knapp 20 Kilometer langen Geländeritt mit seinem schweren Schlussstück, der 6128 Meter langen Querfeldeinstrecke mit ihren 26 Hindernissen. 62 Prozent aller Teilnehmer blieben ohne Springfehler im Gelände. Es gab nur einen - glimpflichen verlaufenen - Sturz eines Pferdes; lediglich neun Reiter stürzten oder mussten «absteigen». Niemand zog sich dabei ernsthafte Verletzungen zu. Parcoursbauer Burkhard Beck-Broichsitter hat offensichtlich gute Arbeit geleistet. Jedenfalls durften die Tierschützer, die in den vergangenen Jahren oft laut und leidenschaftlich gegen diesen Sport protestiert haben, diesmal zufrieden mit den Vielseitigkeitsreitern sein. Die deutsche Meisterschaft war eine gelungene Werbung für die härteste olympische Pferdesport-Disziplin.

Homepage Luhmühlen

Luhmühlen - Deutsche Meisterschaft - Edith Beine führt nach Dressur und Gelände
Ingrid Klimke auf Platz 3
Ergebnisse CCI***

Bilder aus Luhmühlen !!!!!

Luhmühlenj (fn-press). Nach der zweiten Teilprüfung des internationalen Drei-Sterne-Vielseitigkeitsturnieres (CCI***) liegen Piia Pantsu (Finnland) mit Karuso und Edith Beine (Xanten) mit Pa's Hope punktegleich mit 37,80 Punkten in Führung. Auf Platz drei folgt mit 38,40 Ingrid Klimke (Münster) mit Robinson's Concord (Bild kurz vor dem Start) vor der Dressursiegerin Sofia Andler (Schweden) mit Amaretto (39,80) und Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit Silent Appeal (43,60, Platz fünf). Insgesamt starteten 81 Paare am heutigen Tag ins Gelände, von denen 26 den Kurs ohne Zeit- und Hindernisstrafpunkte mit ihrem Dressurergebnis beendeten. Lediglich elf Paare mussten in dieser Teilprüfung ausscheiden. Für den Rest fällt morgen in der abschließenden Springprüfung die Entscheidung über den Sieg im CCI***. Für die deutschen Teilnehmer geht es dabei auch um die Vergabe des deutschen Meistertitel. 

DOKR-Ausschuss Vielseitigkeit

Neu gewählt wurde in diesem Jahr der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf. Dieser hat nach der neuen FN-Satzung in erster Linie Beratungsfunktion. Er entwickelt entscheidungsreife Vorschläge zur Nominierung und zur Trainerstruktur, erarbeitet Kaderkriterien und legt die Saisonplanung fest. Zudem behandelt er alle die Disziplin betreffenden Fragen und legt die entsprechende Richtung fest. Routineangelegenheiten und Umsetzung liegen in Zukunft schwerpunktmäßig in den Händen des Hauptamtes. Dem Vielseitigkeitsausschuss gehören an:

Dr. Jens Adolphsen (Vorsitzender)
Dr. Jens Adolphsen studierte Jura in Hamburg, Freiburg und Regensburg und promovierte 1994 in Regensburg, wo er auch sein 2. Staatsexamen ablegte. Von 1996 bis 1998 war er Leiter der Rechtsabteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf. Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Verfahrensrecht und internationales Privatrecht der Universität Regensburg. Der 34-Jährige ist aktiver Vielseitigkeitsreiter mit Erfolgen bis zur schweren Klasse. Als Aktivensprecher ist er bereits seit 1997 Mitglied des Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Dr. Jens Adolphsen ist verheiratet und hat drei Kinder.

Diethard Kruschke (stellvertretender Vorsitzender)
Diethard Kruschke studierte Jura in Lausanne, Freiburg und Münster und war von 1976 bis 1993 Rechtsanwalt und Notar im Kreis Coesfeld, Westfalen. Seit 1992 ist er Mitglied der Disziplinarkommission Nord der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Seit 1993 arbeitet der heute 57-Jährige als Notar in Waren/Müritz. Diethard Kruschke hat in Dressur, Springen und Vielseitigkeit vorwiegend eigene Pferde bis zur Klasse S ausgebildet und in allen Sparten vorgestellt. Zweimal war bei Westfälischen Meisterschaften Dritter, mit der Mannschaft gewann er bei den Europameisterschaften der Ländlichen Reiter die Silbermedaille. Kruschke ist bis heute auf Nachwuchspferden turniersportlich aktiv. Diethard Kruschke ist verheiratet und hat zwei Söhne, von denen einer, Daniel, gelegentlich, der andere, Konstantin, sehr erfolgreich im Turniersport startet. Unter anderem war er 1991 Pony-Europameister und 1996 Mannschafts-Europameister der Jungen Reiter in der Vielseitigkeit.

Roger Böckmann
Roger Böckmann ist gelernter Karosserie- und Fahrzeugbaumeister, Techniker und heute Geschäftsführer im Familienbetrieb in Lastrup. Wie auch seine Brüder reitet Roger Böckmann von Jugend an und kann Siege in Spring- und Vielseitigkeitsprüfung Klasse S für sich verbuchen. Der 39-Jährige war Mannschaftssieger beim Bundeswettkampf und zweimal Teilnehmer an Europameisterschaften der Ländlichen Reiter. Er ist verheiratet mit Simone Böckmann, geborene Richter, und hat drei Söhne.

Detlef Peper
Detlef Peper ist Diplom-Betriebswirt (FH) und kam nach seinem Studium als Nachwuchsführungskraft zur Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) nach Warendorf. Von 1976 bis 1979 war der Referent für den nationalen Turniersport. Seit 1980 bekleidet der heute 50-Jährige das Amt des Landestrainers in Schleswig-Holstein. Zu den größten Erfolgen seiner eigenen reiterlichen Karriere im Vielseitigkeitssattel gehören der vierte Platz bei den Europameisterschaften der Ländlichen Reiter 1975, ein zweiter und vierter Platz mit Caddy und Ricardo beim Bundeschampionat 1977 sowie die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Achselschwang 1990. Detlef Peper ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Tochter Carolina ist erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin, unter anderem holte sie 1995 mit dem deutschen Juniorenteam Gold bei den Europameisterschaften.

Bodo Battenberg (Aktivensprecher)
Bodo Battenberg studierte von 1984 bis 1990 Rechtswissenschaft in Augsburg und München, arbeitet seit 1995 zugelassener Anwalt in München und ist Mitglied der Disziplinarkommission Süd der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Bodo Battenberg gehört zu den erfolgreichsten deutschen Vielseitigkeitsreitern: 1990 gehörte er zur deutschen Equipe bei den Weltmeisterschaften in Stockholm, zweimal hintereinander – 1996 und 1997 – wurde er in Luhmühlen Deutscher Meister mit Sam the Man. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta gehörte er zur deutschen Mannschaft und brachte dort das beste (leider nicht gewertete) Einzelergebnis. Im vergangenen Jahr belegte er Platz fünf beim CCI*** Blenheim.

Peter Thomsen (Aktivensprecher)
Peter Thomsen ist Diplom-Verwaltungswirt und heute Vertriebsrepräsentant Frachtpost. Seit 1991 nimmt er an internationalen Vielseitigkeitsprüfungen teil. Beim CCI Waregem landete er mit der Trakehnerstute White Girl auf Platz zwei. Zwei Jahre später feierte der Diplom-Verwaltungswirt Verwaltungsangestellte mit einem fünften Platz in der Europameisterschafts-Einzelwertung in Achselschwang den größten Erfolg seiner Karriere. 1994 gehörten White Girl und er zum deutsche Bronzeteam bei den Weltreiterspielen in Den Haag, 1996 gehörten sie zum deutschen Aufgebot bei den Olympischen Spielen in Sydney. 1997 beendete das Paar sowohl das CCI**** Badminton als auch den Europameisterschaftskurs in Burghley. Danach wurde die Stute in die Zucht verabschiedet. Mit dem Engländer Warren Gorse gehörte Thomsen anschließend zum deutschen WM-Team von Rom 1998 und zum Silbermedaillenteam 1999 bei den Europameisterschaften in Luhmühlen. Peter Thomsen ist verheiratet mit der Tierärztin Dr. Kirsten Thomsen, selbst erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin bis CCI***: Beide sind derzeit Mitglied im deutschen B2-Kader.

Hans Melzer (Bundestrainer)
Hans Melzer begann nach bestandenem Abitur und Studium der Betriebswirtschaft 1975 eine Bereiterlehre auf dem Gut Westenried bei Albrecht von Bredow. 1978 wechselte er als Nachwuchsführungskraft zum Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf, wo er unter anderem bei Willi Schultheis und Wolfgang Feld (Sassenberg) den letzten Schliff erhielt. Teilnahmen an Europameisterschaften im Vielseitigkeitsreiten 1975 und 1977 bestätigen seine reiterlichen Fähigkeiten. 1980 wurde Hans Melzer mit der Führung der Landesreitschule Weser-Ems in Vechta betraut. Ende 1981 übernahm er die Leitung des Ausbildungs- und Leistungszentrum Luhmühlen, rund fünf Jahre später ließ er sich als Ausbilder in einem Vielseitigkeitsstall in Neu-Wulmstorf nieder. Von 1988 an zeichnete Melzer als Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeitsreiter verantwortlich, gab dieses Amt allerdings an Fritz Lutter (Olfen) ab, nachdem er Ende 1997 erneut die Leitung des Ausbildungszentrums Luhmühlen übernommen hatte. Hans Melzer ist bis heute selbst im Sattel aktiv und nahm zuletzt 1997 an Deutschen Meisterschaften teil. 2001 trat er die Nachfolge von Martin Plewa als Bundestrainer Vielseitigkeit an.

Regelmäßige oder gelegentliche Teilnehmer an den Ausschuss-Sitzungen sind außerdem die beiden Telgter Mannschaftstierärzte Dr. Karsten Weitkamp und Dr. Matthias Niederhofer, Nachwuchs-Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg), Sporthilfe-Mentor Hans-Otto Klesper (Steinhagen), Rolf Ebeling (Frankfurt) vom Deutschen Sportbund, Rolf Schmidt (Feldatal) als Vertreter der FN-Bundesjugendleitung sowie vom FN-Hauptamt Reinhard Wendt, stellvertretender Vorsitzender des geschäftsführenden Vorstandes der FN, Friedrich Otto-Erley und Philine Ganders (Abteilung Turniersport) sowie Uta Helkenberg (Abteilung Öffentlichkeitsarbeit).(fn-press)

Deutsche Meisterschaften Junioren
Sabine Flörkemeier neue Meisterin
Hohenberg-Krusemark (fn-press). Sabine Flörkemeier heißt die neue Deutsche Vielseitigkeitsmeisterin der Junioren. Mit dem zweitbesten Ergebnis nach der Dressur, zu dem keine weiteren Strafpunkte mehr hinzukamen, sicherte sich die Herforderin mit ihrem elfjährigen Holsteiner Cristall-noir den Meistertitel. Silber holte sich Inga-Marie Höper (Heringsdorf) mit Sundancer, Bronze ging wegen des besseren Geländeergebnisses an Katharina Martin (Immenhausen) mit Dapple Diamond, die die Meisterschaft punktegleich mit Katharina Luise Kate (Toppenstedt) mit Tinboy beendete.

„Ich habe zwar gehofft, dass es nun endlich mal mit einer Platzierung klappt, aber mit dem Sieg habe ich nicht gerechnet“, erklärte die neue Meisterin Sabine Flörkemeier strahlend. Für die 18-jährige war es bereits die vierte Teilnahme an Juniorenmeister-schaften. Die DM-Premiere feierte sie 1998, ebenfalls in Hohenberg-Krusemark. Damals verpasste das junge Paar, das 1997 einen Doppel-Sieg beim Nachwuch-schampionat in Warendorf gefeiert hatte, knapp eine Platzierung, ebenso wie 1999 in Walldorf und 2000 in Kreuth. Jetzt endlich reichte es nicht nur zur Platzierung son-dern gleich auch zum Sieg, den sie ein wenig auch dem Pech von Marie-Louise Meyer mit Bintang verdankte. Die auch im Dressursport erfolgreiche Ibbenbürenerin lag nach Dressur und Gelände deutlich in Führung; drei Abwürfe im Springen kosteten sie allerdings den Sieg und sogar eine Medaille. Sie landete schließlich auf Platz acht.
Die Silbermedaille ging damit an die 16-jährige Inga-Marie Höper mit dem erst sie-benjährigen Holsteiner Sundancer, der bereits vor zwei Jahren beim Bundeschampio-nat in Warendorf Neunter bei den fünfjährigen und im vergangenen Jahr Dritter im Kleinen Finale bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden wurde und viele begehrlich Blicke erntete. Schon damals prophezeiten Insider dem Paar eine erfolgreiche Zukunft „im Busch“, was sich mit der jetzigen Silbermedaille zu bestätigen scheint.
Im Gegensatz dazu trat die Bronzemedaillengewinnerin Katharina Martin als „no name“ in Hohenberg-Krusemark an. Zwar hat ihr Heimatverein Immenhausen schon viele bekannte Vielseitigkeitsreiter herausgebracht, wie zum Beispiel die Brüder Hayessen, sie selbst war zuvor im bundesweiten Vergleich bisher noch nicht aufge-taucht. Ein „Zufallsprodukt“ war ihre Platzierung in Hohenberg-Krusemark trotzdem nicht, wie die hessische Equipechefin Silvia Balduff (Twistetal) betonte. Denn dem Erfolg waren schon Siege und Platzierungen in Vielseitigkeitsprüfungen Klasse L und eine M-Platzierung in Zweibrücken vorausgegangen. Großen Anteil daran hat natür-lich auch der elfjährige irische Schimmelwallach Dapple Diamond, der, bevor er zu Katharina Martin in den Stall kam, von Mannschafts-Olympiasieger Ralf Ehrenbrink (Düsseldorf) in Vielseitigkeitsprüfungen vorgestellt wurde.

Überhaupt fiel im diesjährigen Juniorenfeld eine Vielzahl von Pferden auf, die sich zuvor schon im großen Sport oder unter bekannten Reitern einen Namen gemacht haben. Genannt seien als Beispiel die DM-Teilnehmer Bintang, frühere Reiterin Ingrid Klimke (Riesenbeck), oder Optimistic, frühere Reiterin Friederike Jaek (Hannover), der seit vorigem Jahr von Friederike Dörner (Bocholt), Pony-Europameisterin 2000, vorgestellt wird. Oder auch der Ex-Bundeschampion Quirrido, frühere Reiterin Bettina Kirberg (Verden), der in Hohenberg-Krusemark von Anna Katharina Störtenbecker (Eutin) geritten wurde. Damit scheint das im Ponysport seit Jahren bewährte Prinzip, routinierte vierbeinige „Lehrmeister“ an jüngere Reiterinnen und Reiter weiterzugeben, nun auch bei Junioren zu greifen.
„Da in diesem Jahr viele der routinierten Paare aus dem Juniorenalten herausgewach-sen sind, waren wir sehr gespannt, wie sich die Juniorenszene darstellen würde“, re-sümierte Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg). „Erfreulicherweise sind einige interessante neue Paare in Hohenberg-Krusemark aufgetaucht, die vorher noch nicht in Erscheinung getreten sind. Wünschenswert wäre aber auch hier, wie bei den Jungen Reitern, wenn im Hinblick auf größere Aufgaben mehr Augenmerk auf eine gleich gute Ausbildung in allen drei Teildisziplinen gelegt würde.“ Hb
Deutsche Meisterschaften Junge Reiter
Michael Jung auch als Junger Reiter Nummer eins
Hohenberg-Krusemark (fn-press). Auch als Junger Reiter und bei erhöhten Anforderungen bleibt der zweifache Deutsche Juniorenmeister Michael Jung (Horb) die „Nummer eins“ unter den Nachwuchs-Vielseitigkeitsreitern. Mit dem zwölfjährigen Fuchswallach Biosthetik’s Maricos landete der 19-jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Hohenberg-Krusemark einen Start-Ziel-Sieg und sicherte sich damit seinen dritte Goldmedaille in Folge. Silber ging an Insa-Kristina Weddige (Hünxe) mit Aram, Bronze holte sich Jelte Carina Timm (Ganderkesee) mit Chico. Insgesamt beteiligten sich 31 Paare aus sieben Landesverbänden an den Meisterschaften.

Ohne eine gute Dressur ist heute kaum noch eine Vielseitigkeitsprüfung erfolgreich zu beenden. Auch Michael Jung legte bereits in der ersten Teilprüfung den Grundstein für seinen späteren Sieg. Mit nur 37,2 Punkten übernahm er die Führung vor Jessica Stüwe (Bocholt) mit Jack Frost (42,4) und Insa-Kristina Weddige mit Aram (45,60), die wegen Verreitens einige wertvolle Punkte verschenkte.

Bereits zum dritten Mal war Hohenberg-Krusemark Gastgeber der Deutschen Jugendmeisterschaften. In diesem Jahr präsentierte sich der sachsen-anhaltinische Ver-anstalter mit einer völlig neuen Rennbahn und einer veränderten Linienführung. Al-lerdings hatte der neue Parcourschef Burkhard Beck-Broichsitter (Grebin) auch die traditionellen Highlights der Krusemarker Strecke berücksichtigt, so zum Beispiel die „Kieskuhle“, die schon zu Zeiten von DDR-Meisterschaften eine zentrale Rolle spielte. Und auch wenn Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg) den neuen Kurs als eher mittelschwer für eine Meisterschaft einstufte, gab es doch einige Hindernis-fehler zu verzeichnen. Betroffen davon war unter anderem die Zweite nach Dressur, Jessica Stüwe, die mit zu wenig Schwung den Treppensprung aus der Kieskuhle anritt und vor dem Aussprung eine Verweigerung kassierte. Aber auch eine der Favoritinnen, Christiane Stahl (Nagold) mit Bantry Bay, 1999 zweifache Junioren-Europameisterin und gerade erst Fünfte beim CIC** Bielefeld, fiel wegen eines Vorbeiläufers von Bantry Bay am fünften Hindernis weit in der Platzierung zurück. Denn immerhin blieben 14 Paare im Gelände gänzlich ohne Strafpunkte. Unangefochten an der Spitze rangierte dabei Michael Jung, der zwar auf der Rennbahn zwei Sekunden zu langsam war, wegen seines Vorsprunges aber immer noch mehr als einen Springfehler „Platz“ auf die Zweite, Insa-Kristina Weddige, vorweisen konnte.

Hatten viele das Gelände noch mit ihrem Dressurergebnis beendet, stellte der Spring-parcours die Teilnehmer vor eine echte Herausforderung. „Gutes Springreiten und gut springende Pferde wurden hier belohnt“, erklärte Rüdiger Schwarz. Vor allem am letzten Hindernis, einem weiß-gelben Oxer, blieben kaum einmal alle Stangen liegen. Lediglich Christiane Stahl mit Bantry Bay, Henrike Briel (Gevelsberg) mit Haligue und Insa-Kristina Weddige mit Aram kamen mit „weißer Weste“ ins Ziel. Selbst der routinierte Michael Jung leistete sich einen „Klotz“ am letzten Oxer, ließ sich aller-dings dadurch den Sieg nicht streitig machen.
„Die Platzierung bei den Jungen Reitern bot wenig Überraschungen. Die erfahrenen Paare schnitten erwartungsgemäß gut ab, wenn es auch im Hinblick auf die Europa-meisterschaften in den Teildisziplinen noch einiges zu verbessern gilt“, fasste Schwarz seine Eindrücke zusammen. Hb
EM-Sichtung Pony Vielseitigkeit
Sieg für Johanna Dörner
Iserlohn-Kalthof (fn-press). Siegerin der letzten Europameisterschaftssichtung der Pony-Vielseitigkeitsreiter wurde Johanna Dörner (Bocholt) mit Nelusko. Die erst zwölfjährige Schwester der Vorjahres-Europameisterin Friederike Dörner belegte darüber hinaus mit Wild West Charly Platz zwei. Die Führende nach Dressur, Julia Weiser (Wolfenbüttel-Adersheim) mit Irish Beauty, verschenkte im Gelände wegen eines Verreitens wertvolle Zeit und rangierte damit abschließend nur auf Platz drei. Punktegleich schlossen Christina Seitz (Sachsenheim) mit Courage D und Maria-Lena Kate (Toppenstedt) mit Hillery ab, wobei die Baden-Württembergerin wegen des besseren Geländeergebnis den vierten Platz erhielt.

33 Paare beteiligten sich an dieser Sichtung, der bereits eine erste Formüberprüfung in Bielefeld vorangegangen war. Wie schon in der Senne zeigte sich auch in Iserlohn-Kalthof, dass in diesem Jahr im Ponybereich die Karten neu gemischt werden, da viele der routinierten Reiter aus Altersgründen nicht mehr am Start sind. So waren auch einige der jüngeren Paare noch etwas mit den Anforderungen im Gelände überfordert, das die Reiter bewusst auch vor einige technische Aufgaben stellte. Vor allem ein Trakehnergraben zu Beginn führte zur Aufgabe einiger Teilnehmer, ebenso wie ein auf einem kleinen Anstieg befindlicher dicker Birkenoxer und eine Astgabel, die präzises Anreiten erforderte. Elf Paare kamen nicht ins Ziel, ihnen gegenüber standen aber acht Paare, die das Gelände ohne jeden Hindernisfehler bewältigten. „Die Geländeprüfung war eine würdige, sehr anspruchsvolle Sichtung für die Europameisterschaften. Abgefragt wurde alles, was in einem Euro-Kurs auf die Teilnehmer zukommen kann. Es zeigte sich dabei aber auch, dass einige Reiterinnen und Reiter diesen Aufgaben einfach noch nicht gewachsen waren", erklärte Bundestrainer Fritz Lutter (Sassenberg).

Im Anschluss nominierte der Fachbeirat Ponyreiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) folgende Reiterinnen für einen Start bei den Europameisterschaften in Vejer de la Frontera/ESP (23./29. Juli): Miriam Borggräfe (Westoverledingen) mit Contur, Maria-Lena Kate mit Hillery, Julia Krajewsky (Norhorn) mit Cyrano, Christine Seitz mit Connection D und Julia Weiser mit Irish Beauty. Als Reserven wurden Sandra Auffahrt (Ganderkesee) mit Faryno und Charlotte Offeney (Burgwedel) mit Vilano benannt. „Wir setzen auf die älteren, routinierteren Paare. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Europameisterschaften auch ganz besondere Anforderungen auch an das Nervenkostüm der Teilnehmer stellen, mit denen die Erfahreneren einfach besser zurecht kommen. Wir freuen uns aber, viele Paare mit sehr guten Perspektiven für die kommenden Jahre gesehen zu haben, wie zum Beispiel gerade die Siegerin der Sichtung, Johanna Dörner", kommentierte der Bundestrainer die Entscheidung. Hb
NACHRICHTEN AUS WÜRTTEMBERG
MARRET LEERS UND MICHAEL JUNG RITTEN MEISTERHAFT
ALTHEIM/EFFRINGEN. Anlässlich des Vielseitigkeitsturnieres in Effringen wurden am 17. Juni 2001 die Württembergischen Meisterschaften der Junioren und Jungen Reiter ausgetragen. Für diese Altersklasse war eine Vielseitigkeit Kl. A zu reiten. Gefördert wurde dieses Turnier durch die Interessengemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter (IGV). Die Meisterschärpe des Württembergischen Pferdesportverbandes gewann die Juniorin (bis 18 Jahre) Marret Leers aus Altheim, Silber gewann Mareike Berner, Urspring, Bronze errang Raphaela Steigmüller aus Freudenstadt. Bei den Jungen Reitern (bis 21 Jahre) sicherte sich Michael Jung, Altheim, den Titel vor Melanie Deck, Effringen, und Sabrina Rohr aus Waiblingen.
Goldene Schärpe für Rhede
Weener (fn-press). Die "Goldene Schärpe", der Deutschlandpreis der Ponyreiter, ging an Vereinsmannschafts Rhede. Mit 354,8 Punkten siegte das Quintett von Mannschaftsführer Klemens Nachtigall in den Disziplinen Dressur, Springen, Geländereiten, Vormustern und Theorie vor den beiden Verbandsmannschaften Weser-Ems I (338,3) und Weser-Ems II (337,3). Insgesamt beteiligten sich 23 Teams aus 13 Verbandsbereichen an diesem Wettbewerb. Bei den Bundesponyspielen, die seit mehreren Jahren im Rahmen der Goldenen Schärpe ebenfalls ausgetragen werden, setzte sich im Finale das Team des RV Tammingaburg gegen die Mannschaften Ovelgönne und Rheiderland durch. 
CCI* Ganderkesee
Plätze eins und zwei für Andreas Dibowski
Ganderkesee (fn-press). Einen gelungenen Einstand als Ausrichter von Vielseitigkeitsprüfungen auf internationalem Niveau feierte der Reiterverein Ganderkesee mit dem Bundeswettkampf, der auch 2001 wieder im Rahmen eines CCI* ausgetragen wurde. Überragender Sieger dieser Prüfung war Andreas Dibowski (Döhle), der mit seinen beiden Pferden Little Lemon B und Vorjahres-Bundeschampion Serve Well die Plätze eins und zwei belegte. Platz drei ging an Lokalmatadorin Tina Richter (Hude) mit Ami Petit, die damit zugleich die Einzelwertung des Bundeswettkampfes für sich entscheiden konnte. Denn als Mitglied des deutschen A-Kaders war Andreas Dibowski nicht für die Bundeswettkampf-Wertung zugelassen. Bester internationaler Gast war der Belgier Paul Laurijssen mit Reonka-A, einer siebenjährigen belgischen Stute von Pavarotti auf Platz vier.

Als A-Kader-Mitglied ebenfalls „nur" Teilnehmerin am CCI* und nicht für Schleswig-Holstein beim Bundeswettkampf am Start, war die ehemalige Deutsche Meisterin Inken Johannsen (Tornesch). Die 26-jährige, die mit Brilliante den CIC*** Warendorf für sich entscheiden konnte, saß in Ganderkesee im Sattel von Geliebte, die ebenfalls aus eigener Zucht stammt. Mit nur 35,60 Punkten übernahm sie die Führung in der Dressur, eine Verweigerung im Gelände am „Apachenhügel" ließ sie allerdings auf Platz neun in der Endauswertung zurückfallen. Ähnlich erging es Zilla Pearse mit Burburry. Die in Deutschland lebende Südafrikanerin, die in Ganderkesee für den Landesverband Westfalen an den Start ging, lag nach Dressur auf Platz zwei, verpasste ihre Siegeschancen allerdings gegen Ende der Querfeldeinstrecke an Diekmann’s Futterdiele und rangierte zuletzt auf Platz elf. Ohne Fehler, aber einige Sekunden zu langsam war im Gelände die Drittplatzierte nach Dressur, Tina Richter. Damit gelang es Andreas Dibowski, mit beiden Pferden an ihr vorbeizuziehen und die vorderen Plätze einzunehmen. Für Tina Richter blieb es bis zuletzt bei Platz drei. „Man konnte Andreas Dibowski, der an jedem Wochenende an mehreren Geländeprüfungen aller Klassen teilnimmt, die Routine deutlich anmerken. Bei ihm sah alles einfach und mühelos aus, dabei war der Kurs ausgesprochen anspruchsvoll und sicher an der oberen Grenze einer Ein-Sterne-Prüfung angesiedelt", erklärte Bundestrainer Hans Melzer (Luhmühlen). So waren gerade einige der jüngeren Teilnehmer – Pferde und/oder Reiter – mit den Aufgaben noch etwas überfordert. Zwar kamen etwas mehr als ein Drittel der Paare ohne Hindernisfehler ins Ziel, jedoch schieden auch 13 aus, alle anderen sammelten Strafpunkte an den Sprüngen. Besonderes Pech hatte die Weser-Emser Topreiterin Kathrin Krage (Spelle-Venhaus), die sich – kurz vor ihrem Einsatz bei Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen – das Schlüsselbein brach. Trotzdem war die Meinung über den Kurs sehr positiv; die meisten dachten wie der Bundestrainer: „Alle Hindernisse waren mit Bedacht ausgewählt und mit viel Liebe und Sorgfalt gebaut. Wo es besonders knifflig wurde, war eine leichtere Alternative vorgesehen. Allerdings erforderten alle Hindernisse die volle Aufmerksam und Konzentration von Reiter und Pferd, was man der Verteilung der Fehler über die ganze Strecke erkennen konnte." Hb
Bundeswettkampf
Heimsieg für Weser-Ems
Ganderkesee (fn-press). Einen Heimsieg landete das Team des gastgebenden Landesverbandes beim Bundeswettkampf in Ganderkesee, der wie schon in den Vorjahren im Rahmen einer internationalen Ein-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI*) ausgetragen wurde. Erstmals wieder seit 1997 belegte ein Team aus Weser-Ems Platz eins in diesem traditionellen Vielseitigkeits-Mannschafts-wettbewerb. Aus dem ehemaligen Siegerteam ging in Ganderkesee allerdings nur Roger Böckmann (Lastrup) mit Worldwide an den Start. An seiner Seite standen Tina Richter (Hude) mit Ami Petit, die zugleich auch das beste Einzelergebnis des Bundeswettkampfes erzielte, sowie Frank Minnemann (Ganderkesee) mit Aston. Ergänzt wurde das Quartett durch den Holsteiner Peer Ahnert, der neuerdings in Ankum zu Hause ist, und in Ganderkesee den Bundeschampion von 1999, Vicons Make My Day, gesattelt hatte. Auch er rangierte in der internationalen Gesamtwertung weit vorn, auf Platz sieben. Insgesamt beteiligten sich Teams aus elf Landesverbänden am Bundeswettkampf, von denen neun die Prüfung beendeten.

Vom vierten Platz nach Dressur auf den Silbermedaillenrang im Endergebnis verbesserte sich das Team von Hans-Gerd Bottermann (Zülpich-Enzen) aus dem Rheinland. Hauptverantwortlich für das gute Abschneiden waren dabei vor allem Christine Richter (Düsseldorf), jüngste Schwester von Simone Böckmann (Lastrup), mit der zehnjährigen Rheinländer Stute Chrispy, die sie erst im vergangenen Jahr übernommen und gezielt auf einen Einsatz beim Bundeswettkampf vorbereitet hatte. Im CCI*-Endergebnis belegte das Paar Platz acht, zwei Plätze vor ihrem Mannschaftskollegen Torsten Zell (Schermbeck). Letzterer widmet sich in jüngster Zeit verstärkt der Vielseitigkeit, nachdem er mit dem elfjährigen Limerick, der zuvor schon von Ralf Ehrenbrink (Düsseldorf) geritten wurde, ein geeignetes Pferd unter dem Sattel hat. Verstärkung erhielten die beiden durch zwei Routiniers, Peter Krümmel (Ratingen) und Pferdewirtschaftsmeister Winfried Müller (Essen), die in Ganderkesee allerdings ihre Nachwuchspferde einsetzten. Während Peter Krümmel mit Snowy River langsam, aber sicher ins Ziel kam, bildete Winfried Müller mit Magic Fly nach drei Verweigerungen das Schlusslicht der Mannschaft.

Die Bronzemedaille im Bundeswettkampf sicherte sich das Team aus Westfalen, wobei es etwas vom Pech des Teams aus Baden-Württemberg profitierte. Der Vorjahressieger rangierte nach dem Gelände auf Platz drei, „platzte" jedoch in der Verfassungsprüfung am Sonntagmorgen. Damit machten sie den Weg frei für die Westfalen, die zwar dank der guten Ergebnisse der Warendorfer Brüder Andreas Ostholt mit Golden Polo und Frank Ostholt mit Cinderella sowie Zilla Pearse (Möhnesee) mit Burburry nach der Dressur noch in Führung gelegen hatten, im Gelände jeoch auf Platz vier zurückgefallen waren. Der Grund dafür war einerseits das Ausscheiden des vierten Mannschaftsreiters, Arnd Bruhns (Gütersloh), mit Akimbo am neu angelegten Wasserhindernis, andererseits ein Sturz und eine Verweigerung auf dem Konto von Frank Ostholt. Seine erst siebenjährige Stute Cinderella hatte wie viele andere junge Pferde noch einige Schwierigkeiten auf der fast nagelneuen, sehr anspruchsvollen Geländestrecke, die Werner Tapken (Ganderkesee) und Ex-Bundestrainer Horst Karsten (Delmenhorst) für diesen Bundeswettkampf konzipiert und gebaut hatten.

Der Bundeswettkampf gab auch Anlass für die Ehrung eines Mannes, dessen größtes Interesse seit jeher der ländlichen Reiterei gilt, und der in Ganderkesee als Chefrichter fungierte: Diedrich Fick (Buxtehude). Der neue Vorsitzende des Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), Dr. Jens Adolphsen (Regensburg), nutzte die Gelegenheit, dem 63-jährigen für seine langjährige Mitarbeit im Vielseitigkeits-Ausschuss zu danken, dem er von 1973 bis Anfang diesen Jahres angehört hatte. „Es ist aber nur ein Zwischendank", betonte Dr. Adolphsen, der deutlich machte, dass man auch künftig nicht auf die Hilfe von Diedrich Fick verzichten wolle, wenn es um den Bundeswettkampf und die Europameisterschaften der Ländlichen Reiter gehe. Als Dankeschön des neuen Ausschusses und der Aktiven gab es einen Sitzstockschirm: als Stütze von unten und Schutz von oben. Hb
CIC*** Warendorf
Inken Johannsen gewinnt CIC-Premiere
Warendorf (fn-press). Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) machte aus der Not eine Tugend: Nachdem der traditionelle Vielseitigkeitsstandort Achselschwang wegen der Maul- und Klauenseuchegefahr sein Turnier im Juni abgesagt hatte, sprang Warendorf kurzfristig als Ausrichter einer internationalen Drei-Sterne-Kurzvielseitigkeit (CIC***) ein, um den deutschen Spitzenreitern eine geeignete Vorbereitungsmöglichkeit auf die Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen (5. bis 8. Juli) zu bieten. Das Ergebnis wusste alle zu überzeugen. „Es war ein tolles Turnier, das an keiner Stelle improvisiert erschien", sprach Aktivensprecher Peter Thomsen (Lindewitt) den Organisatoren den Dank der Reiter aus. Ein besonderes Lob gab es dabei für Parcourschef Rüdiger Schwarz (Sassenberg) für seinen anspruchsvollen, aber sehr fairen und einladenden Geländekurs. Den Sieg in dieser CIC***-Premiere in Warendorf trug die ehemalige Deutsche Meisterin Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante davon. Einmal mehr „brillierte" das Paar in Parcours und Gelände, allerdings freute sich die Reiterin vor allem über ihr gutes Abschneiden in der Dressur. Mit nur 40,2 Punkten rangierte sie an fünfter Stelle des 61 Teilnehmer starken Starterfeldes: „So gut waren wir in der Dressur noch nie", erklärte sie.

Nummer eins in der Dressur war allerdings Ingrid Klimke (Riesenbeck) mit Robinson’s Concord mit nur 30,9 Strafpunkten. Danach allerdings mochte sich ihr Wallach mit dem Springparcours nicht so recht anfreunden. Versuchsweise waren in diesen auch einige Elemente aus einer Geländestrecke eingebaut worden, zum Beispiel ein Eckensprung oder zwei schräg versetzte Steilsprünge. Letztere irritierten Robinson's Concord so, dass er zwei Mal vorbeilief. Zusammen mit zwei Abwürfen und vielen Zeitfehlern ergab dies zuletzt 80 Strafpunkte für die Deutsche Meisterin, die damit bei diesem CIC*** „aus dem Rennen" war. Ähnlich erging es auch Olympiareiter Andreas Dibowski (Döhle) mit seinem Olympiapferd Leonas Dancer. Der Weltranglisten-Zweite des Vorjahres konnte sich allerdings über einen vierten Platz mit Validus H freuen, zudem verpasste er mit seinem dritten Pferd Herakles mit einem 20. Rang nur knapp die Platzierung.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde in Warendorf das deutsche/australische Paar Bettina Overesch und Andrew Hoy. Zwar musste sich der dreifache australische Mannschafts-Olympiasieger mit Moon Fleet im Endergebnis knapp Inken Johannsen geschlagen geben, belegte aber noch einen zusätzlichen Platz elf mit Mr. Pracatan. Bettina Overesch übernahm mit Woodsides Ashby, dessen Verbleib in ihrem Stall gerade erst sicher gestellt werden konnte, nach Dressur und Springen die Führung des Starterfeldes, verzichtete dann allerdings auf einen Start ins Gelände. "Der Schimmel befindet sich der wegen Verkaufsverhandlungen im Frühjahr noch etwas im Trainingsrückstand. Daher kam der anspruchsvolle Geländekurs in Warendorf noch zu früh für ihn", erklärte Bettina Overesch. In Abstimmung mit den Bundestrainern plant sie nun, Woodsides Ashby beim CIC** Luhmühlen zu reiten und ihn in Richtung auf das CCIO*** Bonn-Rodderberg im September vorzubereiten. Ihre Europameisterschaftshoffnung setzt die 38-jährige auf Unsung Hero, mit dem sie in Warendorf den dritten Platz in der Gesamtwertung belegen konnte.

„Wir würden uns freuen, wenn es im nächsten Jahr eine Wiederholung gebe", drückte Peter Thomsen die Hoffnung auf weitere Vielseitigkeitsturniere in Warendorf aus. Und auch die internationalen Gäste schienen sich hier wohl zu fühlen. Als sehr „relaxed" bezeichnete die US-Amerikanerin Michele Ingold die Veranstaltung. Wie auch die Engländer zeigte sie sich sehr beeindruckt von den Anlagen und Möglichkeiten des Bundesleistungszentrum. Und der Vater einer britischen Reiterin sah auch noch einen anderen Grund, eventuell wieder nach Deutschland zum Turnier zu kommen. „In England kostet schon ein CCI* nur für Nennung und Boxen rund 350 Pfund (umgerechnet über 1.200 Mark). Selbst wenn man die Fährkosten einschließt, ist es für uns billiger, ein deutsches Turnier zu besuchen." Hb
CIC*** Warendorf:
Bettina Overesch nach Dressur und Springen in Führung
Warendorf (fn-press). Auch nachdem die zweite Hälfte des Starterfeldes des CIC*** Warendorf in Dressur und Springen an den Start gegangen ist, hat sich an der Spitze nichts geändert. Weiter in Führung liegt Ex-Europameisterin Bettina Overesch (Rheine) mit Woodsides Ashby, gefolgt von Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante und Andrew Hoy (Australien) mit Moon Fleet. Als bestes Paar der zweiten Hälfte konnte sich Bettina Overesch außerdem mit Unsung Hero auf Platz vier platzieren. Insgesamt wurde das Konzept, zunächst die eine Hälfte des Teilnehmerfeldes Dressur und Springen reiten zu lassen, und dann die andere, sehr begrüßt. "Die Pferde sind noch warm von der Dressur und stehen nicht noch einmal fünf, sechs Stunden im Stall, bis es mit dem Springen losgeht", erklärte Miriam Bray (Zolling), eine der Teilnehmerinnen, "Und für die Zuschauer ist es auch abwechslungsreicher."  
Die Ergebnisse im Einzelnen: 
1. Bettina Overesch (Rheine) mit Woodsides Ashby; 39,50 
2. Inken Johannsen (Tornesch) mit Brilliante; 40,20 
3. Andrew Hoy (AUS) mit Moon Fleet; 42,40 
4. Bettina Overesch mit Unsung Hero; 44,10 
5. Zilla Pearse (RSA) mit Rheingold; 44,80 
6. Andrew Hoy mit Ringwood Cockatoo; 46,50 
7. Andreas Dibowski (Döhle) mit Validus H; 46,60 
8. Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit King Salmon; 48,80 
9. Elisabet 
ta Moranzoni (ITA) mit Loop Hole; 50,10 
10. Andrew Hoy mit Mr. Pracatan; 50,70 
CIC** Wahlsdorf-Liepe: Sieg für Lokalmatador
Wahlsdorf-Liepe (fn-press). Lokalmatador Harald Fechner (Liepe) mit Octavio war der glückliche Sieger der internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) im bran-denburgischen Wahlsdorf-Liepe vor Sandi Tuschke (Braderup) mit Catweazle, die in diesem Jahr bereits mit einem Sieg in Luhmühlen ihre gute Form unter Beweis gestellt hat. Top-Favoritin dieser Prüfung war allerdings Bettina Overesch (Rheine), die mit dem Schimmel Woodside Ashby mit sensationellen 25 Strafpunkten nach der Dressur die Führung übernommen hatte, nachdem die Richter gleich mehrfach die Bestnote 10,0 vergeben hatten. Auch im Springen blieb das Paar fehlerlos. Im Gelände musste Bettina Overesch allerdings eine Verweigerung am Wassereinsprung hinnehmen, verlor aber dennoch kaum Zeit und so reichte es für die Ex-Europameisterin dank des großen Vorsprunges zu Platz drei. „Es war doch noch einigen Pferden anzumerken, dass sie in diesem Jahr noch nicht allzu viele Prüfungen gesehen haben. Manche waren noch sehr "guckerig", wodurch schnell auch einmal eine Verweigerung zustande kam“, erklärte Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg). Insgesamt gingen 76 Paare im CIC** an den Start. In der Ein-Sterne-Kurzprüfung, CIC*, die in zwei Abteilungen getrennt war, siegten Detlef Schmitz (Cavertitz) mit Lehnbach S und Insa-Kristina Weddige (Hünxe) mit Aram. Hb
Vielseitigkeitsreiterin Mary King bricht sich den Hals
Die Britische Reiterin Mary King hat sich bei der Ausbildung eines jungen Pferdes durch einen Sturz einen Halswirbel gebrochen- Die Vorjahressiegerin des CCI Badminton und Olympiateilnehmerin wurde vier Stunden operiert, nachdem die zunächst eher harmlos aussehende Verletzung nicht ausheilen wollte. Dabei qwurde ihr ein Knochenteil aus ihrer Hüfte eingesetzt. Mary King fällt nun für die nächsten zwei Monate aus. Die Chancen für eine vollständige Heilung stehen jedoch gut, so dass sie vielleicht schon wieder diese Saison starten kann.
CCI*** Saumur
Dibowski überzeugte im Gelände
Saumur/FRA (fn-press). Das internationale Drei-Sterne-Vielseitigkeitsturnier (CCI***) im französischen Saumur war der erste große Test für die Vielseitig-keitselite in Europa, nachdem der CCI**** Badminton der Maul- und Klauen-seuche zum Opfer gefallen war. Entsprechend hoch war die Beteiligung: 88 Paare aus 13 Nationen gingen in Saumur an den Start, darunter auch vier deutsche Reiter. „Das Starterfeld war ziemlich gemischt aus Drei- und Vier-Sterne-Pferden. Einige Reiter ritten noch etwas verhalten, da es in diesem Jahr einfach zu wenig Einlaufprüfungen gab“, fasste Bundestrainer Hans Melzer (Luhmühlen) seinen Eindruck zusammen. Nach einem spannenden Springen, das die Ergebnisse aus Dressur und Gelände noch einmal kräftig durcheinander wirbelte, ging der Italiener Fabio Magni mit Cool’n Breezy als Sieger hervor. Zweite wurde die amtierende Europameisterin Pippa Funnell (Großbritannien) mit Viceroy II vor dem Franzosen Gilles Viricel mit Caprice de la Cour Mili. Als bester Deutscher schloss Andreas Dibowski (Döhle) ab, der seine beiden Pferde ohne Hindernis- und Zeitfehler durchs Gelände steuerte. Mit Ginger wurde er 20., mit Soleil belegte er Platz 29.

Einen starken Auftakt in der Dressur erlebte Dr. Kirsten Thomsen (Lindewitt). Hochmotiviert startete die 34-jährige Tierärztin mit ihrer 13-jährigen Hannoveraner Stute Kirschblüte in die neue Saison. „Das Training mit Chris Bartle hat mir viel Mut gemacht und mich richtig aufgebaut. Aber dass es so gut klappen würde, darüber war ich selbst überrascht“, erklärte die B2-Kaderreiterin. Mit 47,8 Punkten belegte sie Platz sechs in der Dressur. Die Nase vorn hatte allerdings Pippa Funnell mit Corner-man mit nur 39,8 Punkten, die ihr später im Gelände halfen, acht Strafpunkte für Zeitüberschreitung wettzumachen, ohne die Spitzenposition aufgeben zu müssen. „Wieder einmal hat sich bestätigt, wie wichtig heute eine gute Dressur ist“, meinte Melzer. „Mit einem Dressurergebnis von mehr als 50 Strafpunkten hat man internati-onal kaum noch eine Chance auf eine vordere Platzierung.“

So reichte es auch für Andreas Dibowski, der im Gelände seine mittlerweile große Routine ausspielte und sowohl mit der Boekelo-Gewinnerin Ginger als auch mit der schwierigen Soleil ohne Hindernis- und Zeitfehler ins Ziel kam, nur für die Plätze 17 und 33. Ohne Hindernisfehler aber 22 Sekunden über der Zeit kam auch Marie-Jeanette Steinle (Stegen) mit ihrem bewährten Traque le Vent ins Ziel und belegte damit nach den ersten beiden Teilprüfungen den Platz 39. Dr. Kirsten Thomsen, nach ihrer Ausgangslage in Dressur die einzige Deutsche mit guten Aussichten auf einen vorderen Platz, musste im Gelände nach einem Sturz ausscheiden, da ihre Stute in ein „Karnickelloch“ getreten war. Zwar wurde die Stelle hinterher vom Veranstalter mit Büschen markiert, „für Kirsten kam das aber natürlich zu spät, denn bis dahin sah das Paar im Gelände hervorragend aus“, bedauerte Melzer. „Das wichtigste ist aber, dass beiden nichts passiert ist.“ Pech hatte auch ihr Ehemann Peter Thomsen, der am Was-serhindernis einen „Vorbeiläufer“ hatte und aufgab. „Wir haben allen Reitern vorher geraten, bei einer Verweigerung aufzuhören, um ihre Chance dann noch bei den Deutschen Meisterschaften wahrzunehmen“, meinte dazu der Bundestrainer.

Im Springen wurde die Reihenfolge noch einmal auf den Kopf gestellt. Das Feld lag nach Dressur und Gelände so eng beisammen, dass allein unter den ersten Neun kein Spielraum für einen Springfehler war. Wegen einer leichten Verletzung stellte Pippa Funnell ihren Cornerman in der letzten Teilprüfung nicht mehr vor, verbesserte sich aber mit ihrem Zweitpferd Viceroy II durch eine Nullrunde im Parcours und rangierte damit zuletzt auf Platz zwei. Als Sieger ging – ebenfalls mit einer fehlerfreien Springen – Fabio Magni aus Italien hervor, der zuvor noch auf Platz vier gelegen hatte. Die drei verbleibenden deutschen Paare leisteten sich jeweils einen Abwurf, was im End-ergebnis die Plätze 20 (Ginger) und 29 (Soleil) für Andreas Dibowski und Platz 35 für Marie-Jeanette Steinle mit Traque le Vent bedeutete. Hb
„Geländesommer“ in Kreuth
Kreuth (fn-press). Gleich vier Vielseitigkeits-Veranstaltungen richtet Gut Matheshof in Kreuth in diesem Sommer aus: von der Vielseitigkeitsprüfung Klasse A bis hin zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Auftakt des Kreuther „Geländesommers“ macht eine Internationale Ein-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI*) vom 29. Juni bis 1. Juli, am 7. und 8. Juli folgt das Verbandsturnier Niederbayern/Oberpfalz für Ponyreiter, Junioren, Junge Reiter und Senioren. Prominenz wie Bodo Battenberg (Zolling) und Dr. Matthias Baumann (Reichertsheim) erwartet der Veranstalter zu den Bayerischen Meisterschaften vom 27. bis 29. Juli. Saison-Highlight sind allerdings die Deutschen Mannschafts-Meisterschaften vom 9. bis 12. August, die traditionell im Rahmen eines CCI** ausgetragen werden.
Medienkontakt: Ramona Fallei, Telefon 089/70065123 oder 0170/5827420,
Mail Ramona.Fallei@t-online.de Hb
Herbert Blöcker: "Ich reite weiter"
von Quelle: Sankt Georg
"Ich weiss auch nicht, wie die darauf kommen - da musste wohl einer eine Schlagzeile machen" - Vielseitigkeits-Urgestein Herbert Blöcker war von der Bericht einer Hamburger Boulevardzeitung über seinen angeblichen Rücktritt von Sport mindestens genauso überrascht wie viele Buschreiterfans. Gerade am Wochenende zuvor hatte der 58-jährige noch bei der Premiere des Hamburger Military-Derbys auf Chicoletto den fünften Platz erritten - und er hat noch einiges mit dem Holsteiner vor: "Er ist gut in Schuss, mit 12 Jahren im besten Alter. Ich werde mit aber die Turniere vermehrt danach aussuchen, ob das Reiten dort Spaß macht."
Zweibrücken Kl.M/A: Sieg für Cinderella
Zweibrücken (fn-press). Bei der Vielseitigkeitsprüfung Klasse M Zweibrücken konnte Frank Ostholt (Warendorf) seinen ersten M-Start mit der siebenjährigen Westfalenstute Cinderella auf Anhieb in einen Sieg verwandeln. Und auch Platz zwei ging nach Warendorf an Tom von Saldern (Telgte), der derzeit seinen Wehrdienst an der Sportschule der Bundeswehr ableistet und in Zweibrücken im Sattel von Deffo saß. Den dritten Platz belegte Nicola Bub (Poppenhausen) mit Manitu vor Cord Mysegaes (Delmenhorst) mit Karric Lord. Austragungsort der Vielseitigkeitsprüfung Klasse M war das Rennbahngelände der „Pferdefreundlichen Gemeinde“ Zweibrücken. Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Vielseitigkeit: Vom Stilgeländeritt und Geländereiterwettbewerb auf Einsteiger-Niveau, über eine Vielseitigkeitsprüfung Klasse A und zwei Geländepferdeprüfungen für talentierte Nachwuchspferde bis hin zur voll besetzten Vielseitigkeitsprüfung Klasse M reichte die Palette des Wettbewerbsangebots. „Aus der Anlage kann man richtig etwas machen, zumal die Stadt Zweibrücken und ihr Bürgermeister sowie Landstallmeister Dr. Hubertus Nebe voll hinter der Veranstaltung stehen“, erklärte Reinhard Wendt, der erstmals die Prüfung in Zweibrücken besuchte. Angetan war der stellvertretende Vorsitzende des Geschäftsführenden Vorstandes und Geschäftsführer Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vor allem davon, den gesamten Kurs von einer Stelle aus überschauen zu können, was den Standort Zweibrücken für Zuschauer besonders attraktiv macht. Hb
Andreas Ostholt gewinnt CCI** Bialy Bor
Bialy Bor/POL (fn-press). Die Saison geht gut los. Beim internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeitsturnier (CCI**) in Bialy Bor/Polen sicherten Andreas Ostholt (Waren-dorf) und Lady Lemon den ersten CCI-Sieg für Deutschland. Mit Golden Polo wurde Ostholt darüber hinaus Fünfter. Seine Mannschaftskolleginnen Imke Karsten (Wal-lenhorst) mit Anthea und Carolina Peper (Bad Segeberg) mit It’s just Tuffy belegten die Plätze sieben und zehn. „Es war ein sehr schönes Turnier“, berichtete Horst Karsten (Delmenhorst), der die Reiter nach Polen begleitet hatte. „Der Kurs war sehr hügelig und erforderte eine gute Kondition von Reiter und Pferd. Auch die Hindernisse waren gerade für Saisonbeginn sehr anspruchsvoll, aber gleichzeitig sehr fair und gut aufgebaut. Und das Geläuf war einfach toll“. Lobende Worte fand der ehemalige Bundestrainer auch für die gesamte Organisation. „Die Veranstalter haben sich un-heimlich viel Mühe gegeben“, meinte Karsten, „schade daher, dass die Beteiligung relativ gering war.“ Letztlich beteiligten sich nur 23 Paare am CCI**, ebenso viele wie im zweiten Wettbewerb, einem CCI*. Hier landete Annalena Hinz (Eutin) mit Pointe Noire auf Platz zwei, Corinna Schneider (Kiel) mit Märchenprinz xx auf Platz fünf. Die Plätze sechs und neun konnte sich Anna-Katharina Störtenbecker (Sagau) mit ihren Pferden Quirrido und Pocket Money sichern. Hb
SHORT NEWS: CCI*** Atlanta (USA)
Den CCI*** in Atlanta ( Georgia ) USA gewinnt die US Reiterin Karen O'Connor auf Prince Panache vor Kim Vinoski (USA) mit Winsome Adante und dem Australier Phillip Dutton / Hannigan.
Vielseitigkeits-Derby Hamburg
Premiere im Sonnenschein
Hamburg (fn-press). „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Und gleichzeitig freue ich mich aufs nächste Mal“, erklärte Pascal Zimmer (Garlstorf) nach seiner Pre-miere als Turnierleiter einer internationalen Vielseitigkeitsprüfung. Und nicht irgendeiner Vielseitigkeitsprüfung! Unter der Regie von Zimmer und mit Unterstützung des Landesverbandes Hamburg, der Stadt Hamburg und des Hamburger Renn-Clubs wurde auf der Rennbahn Hamburg Horn das erste Vielseitigkeits-Derby aus der Taufe gehoben. 49 Paare aus fünf Nationen bewarben sich im Rahmen einer Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC***) um den begehrten Titel. Und hätte man – wie beim Galopprennen üblich - wetten können, hätte der richtige Tipp sicher eine gute Quote gebracht. Denn weder der Topfavorit, der dreifache australische Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy mit Ringwood Cockatoo, noch der Holsteiner Lokalmatador Herbert Blöcker (Elmshorn) mit MobilCom Chicoletto holten sich den Sieg. Zwar lagen beide nach Dressur und Springen noch Kopf an Kopf, in der entscheidenden Geländeprüfung am Sonntag machte allerdings die bis dato Drittplatzierte das Rennen: Dr. Bettina Hörich (Göttingen) mit Dusty Ches.

Edward Stanley wäre sicher sehr angetan gewesen. Nach ihm, dem zwölften Earl of Derby, wurden die seit 1780 in England ausgetragenen Derby-Stakes und alle späteren Derby-Rennen weltweit benannt, unter anderem auch das Deutsche Derby, das seit 1889 auf dem Horner Moor in Hamburg ausgetragen wird. Der Begriff wurde inzwischen auch auf andere Pferdesportwettbewerbe übertragen. Es folgten das be-kannte Spring-Derby in Hamburg Klein-Flottbek, ein Fahr-, Dressur- und Pony-Derby. Und nun auch das Vielseitigkeits-Derby, für das die Veranstalter denselben Austragungsort wählten wie für das klassische Galopp-Derby: die Horner Rennbahn. Damit lebt zugleich eine alte Tradition wieder auf, denn schon vor rund 25 Jahren war das Rennbahngelände Schauplatz schwerer Geländeprüfungen, wie Eberhard Fellmer (Nehms), Vorsitzender des Landesverbandes Hamburg, in Erinnerung brachte.

Für die aktuelle deutsche Vielseitigkeitsspitze waren das Derby und der Auftritt in Hamburg-Horn allerdings ein Novum, das noch bis vor kurzem fast an der Maul- und Klauenseuchensituation zu scheitern drohte. „Wir haben in der Vorbereitung viel Zeit verloren, da wir jeden Moment damit rechnen mussten, dass das Turnier abgesagt werden muss“, meinte Pascal Zimmer: „Unser Ziel für dieses Jahr war es zuletzt nur noch, zu beweisen, dass das Derby machbar ist. Und das ist uns gelungen.“ Hinzu kam der harte Winter, der die Aufbauarbeiten von Parcourschef Christian Zehe (Großlüsewitz) erheblich erschwerte. „Im Grunde war die diesjährige Veranstaltung mehr eine &Mac226;Generalprobe’“, so Zimmer, der sich selbst eine Frist von drei Jahren ge-setzt hat, bis die Veranstaltung wirklich aussieht, dass sie bei Reitern, Zuschauern, Sponsoren gleichermaßen ankommt. „Sicherlich wird man noch einiges ändern und verbessern müssen“, meinte auch der neu gewählte Vorsitzende des Ausschusses Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), Dr. Jens Adolphsen (Nittendorf), nach der Premiere. „Aber es ist wichtig, dass wir mit unserem Sport auf die Zuschauer zukommen, und nicht immer erwarten, dass sich diese auf den Weg zu uns machen.“

Rund 3.000 Hamburger und Vielseitigkeitsfans aus der ganzen Republik waren es, die sich trotz Hafengeburtstag und sonnigstem Maiwetter in Hamburg-Horn einfanden. Geboten wurde ihnen guter Sport und eine strahlende Siegerin. „Der Kurs war ziemlich anstrengend zu reiten, aber ich kann mich auf Dusty Ches verlassen“ meinte die 53-jährige. Bereits fünfjährig kam Dusty Ches zu Dr. Bettina Hörig, die ihn seither schonend aufgebaut und gemeinsam mit ihm die Leistungen gesteigert hat. So konnten sich beide 1999 den Meistertitel bei den Europameisterschaften der Ländlichen Reiter sichern, im vergangenen Jahr gehörten sie zum siegreichen deutschen Team beim CCIO*** Luhmühlen.
Einer, der ihr den aktuellen Titel der Derbysiegerin gerne streitig gemacht hätte, war Andreas Dibowski (Döhle). Der Weltranglisten-Zweite des Jahres 2000 war gleich mit fünf Pferden in Horn am Start. Mit seinem Schimmel Newcomer wäre es ihm noch möglich gewesen, Dr. Hörich zu schlagen, allerdings rutschte der Schimmel in einer Kurve weg und fiel hin, so dass das Paar wertvolle Sekunden verlor und sich mit Platz sieben zufrieden geben musste. Als „Trost“ gab es für den Pferdewirtschaftsmeister allerdings Platz zwei mit seiner Schimmelstute Ginger, nachdem weitere aussichtsreiche Kandidaten entweder aufgaben wie Andrew Hoy und Edith Beine (Xanten), oder etwas zu langsam waren wie Herbert Blöcker oder die Finnin Piia Pantsu. Den schnellsten Ritt des CIC*** legten einmal mehr Inken Johannsen (Tornesch) - siehe Bild - und ihre selbst gezogene Holsteiner Stute Brilliante vor. „Ich ließ die Stute ihren Rhythmus selbst bestimmen. Am Sprung war sie immer flüssig und verlor nir-gends unnütz Zeit“, berichtete die ehemalige Deutsche Meisterin, die sich mit dieser Glanzleistung vom 13. Platz nach Dressur und Springen auf Platz drei in der Endab-rechnung verbessern konnte. Ganz allerdings erreichte auch sie nicht die erlaubte Zeit. „Etwas mehr Platz zum Galoppieren“, wünschte sich Inken Johannsen daher ebenso wie die meisten ihrer Mitstreiter fürs kommende Jahr. Denn, dass es nach dem gelungenen Auftakt auf jeden Fall weiter gehen soll auf der Horner Rennbahn, darüber waren sich alle einig. Hb

Detaillierte Ergebnisse unter http://www.military-derby.de
Olympiasieger Hoy gewinnt Military-Auftakt in Luhmühlen
Luhmühlen (dpa) - Olympiasieger Andrew Hoy hat den Auftakt der Military-Saison in Luhmühlen gewonnen. Der Australier siegte in der Abteilung für Pferde, die älter als elf Jahre sind, mit Ringwood Cockato. In der Wertung für jüngere Pferde setzte sich Sandi Tuschke (Branderup) mit Catweazle durch. Wegen der durch die Maul- und Klauenseuche verursachten Ausfälle waren in Luhmühlen 88 Paare am Start. Die Veranstaltung war wegen der Einschränkungen durch die Seuche kurzfristig von Schenefeld nach Luhmühlen verlegt worden und erst am frühen Sonntagabend beendet.

Ergebnisse:
1. Abteilung:

1. Sandi Tuschke/Catweazle (39.6/0.8/0/40.4)
2. Andreas Dibowski/Leonas Dancer (39.9/0.8/0/40.7)
3. Andrew Hoy/Smart Pay/AUS (41.7/0.8/0/42.5)
4. Bettina Overesch/Unsung Hero (39.9/0/5/44.9)
5. Andrew Hoy/Moon Fleet (40.5/4.8/0/45.3)
6. Andrew Hoy/P. Pracatan (47.7/0/0/47.7)
7. Andreas Dibowski/Barolo TSF (46.2/2.4/0/48.6)
8. Dr. Bettina Hörich/Dusty Ches (44.1/0/7/51.1)
9. Imke Karsten/Anthea (50.7/2.0/0/52.7).

2. Abteilung:
1. Andrew Hoy/Ringwood Cockatoo (35.5/0/0/34.5)
2. Inken Johannsen/Brilliante (40.7/0/0/40.7)
3. Zilla Pearse/Rheingold (33.9/8.4/0/42.3)
4. Herbert Blöcker/Chicoletto (38.7/4/0/42.7)
5. Peter Thomsen/Blauer Vogel (42.9/3.6/0/46.5)
6. Andreas Dibowski/Ginger (45.0/6.0/0/51.0)
7. Elmar Lesch/Heafalombfy (42.9/5.6/5/53.5)
8. Dr. Kirsten Thomsen/Kirschblüte (51.6/5.6/0/57.2)
9. Jelte Carina Timm/Chico (40.2/17.2/0/57.4)
10. F. Schumacher/Tiberius (58.10/0/0/58.10)
11. Ingrid Klimke/Robinsons Concord (28.8/10.8/20/0/59.6)
12. Dagmar Hüntemann/Formula (54.0/8.4/0/62.4)
13. Hendrik von Paepcke/Cheney Corner (53.1/7.6/2/62.7)