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Bericht zum vortrag von marina köhncke am 14.03.2000
Nach der Jahreshauptversammlung des RuFV Schlamersdorf schritt Marina Köhncke geb. Loheit zur Tat. Der Vortrag begann mit der Ausbildung eines jungen Pferdes im Gelände. Dabei sollte man das Tier gerade am Anfang nicht mit zu viel auf einmal konfrontieren und auch nie alleine mit einem jungen und unerfahrenen Pferd das Geländetraining ausüben. Am Besten ist es, wenn ein sogenanntes Führpferd vorweg geht, dem jungen Pferd zeigt wie´s geht und ihm Sicherheit gibt. Das gilt für Baumstämme, Wasserdurchritte genauso wie für Gräben oder Treppen. Das oberste Gebot: Nicht zuviel verlangen! Langsames ranführen an das Gelände schafft Vertrauen, je weniger schlechte Erfahrungen - um so besser. Geländeprüfungen sollte man erst reiten, wenn man sich wirklich hundertprozentig sicher ist, dass das junge Pferd soweit ist.Geländepferdeprüfungen sind dann als erstes an der Reihe. Vor einem Turnier empfiehlt es sich, dem Pferd soviel wie möglich verschiedene Parks und Hinderniss-Arten zu zeigen, so daß es Vertrauen gewinnt und auch bei unbekannten Hindernissen zuspringt. Doch wie bereite ich mich denn nun richtig auf ein Turnier vor? Es gilt einen abwechslungsreichen Trainigsplan zu schaffen, der alle drei Disziplinen einbeschließt. Ein Ruhetag sollte auch eingeplant werden. Für ein Boxenpferd heißt Ruhetag: Ruhiges Spazierenreiten im Gelände, für ein Laufstall- oder Weidepferd: einfach Reitpause, einen Tag frei. Natürlich kann hier auch ein Spazierrit stattfinden, oder ein Spaziergang. An den anderen Tagen empfiehlt es sich ein kombiniertes Training zu betreiben. Das heißt, man bezieht mehrere Komponenten mit in das tägliche Training ein - man kann zum Beispiel sehr schön vor dem Dressurreiten ausreiten (oder auch danach) - so ist das Pferd etwas gelockerter und ihm wird nicht so schnell langweilig. Genauso kann man auch beim Springtraining die Galopparbeit mit einbeziehen. Das Longieren (wenn es richtig ausgeführt wird) kann auch einen Teil der Arbeit ersetzen, wenn mal nicht so viel Zeit zur Verfügung ist und es nicht allzu oft praktiziert wird. Das Klettern am Hang hinauf und hinunter ist auch ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Natürlich kann man keine festen Plan aufstellen, der eisern durchgeführt werden muß - wir haben ja ein Lebewesen als Sportpartner. Manchmal ist einfach keine Lust da zum Dressurreiten, da sollte man nicht einfach weitermachen und sich mit seinem Pferd erzürnen, sondern nach einer gelungenen Lektion die Zügel lockern und den Weg zwischen den Feldern wählen - ausreiten Für größere Vielseitigkeitsprüfungen (A-L-M) empfiehlt sich beim Galopptraining ein Intervall-Training, dieses muß aber auf jedes Pferd abgestimmt werden, man kann es nicht pauschalisieren. Man kann zum Beispiel drei Minuten galoppieren, eine Minute Schritt reiten - wieder drei Minuten galoppieren. Trab-Arbeit ist Krafttraining für die Pferde, deswegen nicht auf Asphalt traben. Dort empfiehlt sich Schritt - Schritt ist ein ideales Konditionstraining - man sollte es nicht glauben, aber ein langer Schrittausritt fördert die Kondition auch. Natürlich muß das Pferd vor dem Galopptraining schön warmgeritten sein. Galopptraining am Hang ist sehr effektiv, man muß nicht so lange galoppieren, da die Steigung zusätzlich Kraft kostet - so schont man auch die Pferdebeine. Zur Schulung der Trittsicherheit der Pferde ist es hilfreich, die Pferde auch mal auf unebenem Borden zu bewegen und die Gangart langsam zu steigern. |