TOLLER PFERDESPORT BEIM GROSSEN HALLEN-VIELSEITIGKEITS-TURNIER IN WIESBADEN-ADAMSTAL

Traumhaftes Wetter, ein Starterfeld von 120 Reitern und ein volles Haus brachte die schon großzügig ausgelegte Anlage in Wiesbaden-Adamstal an den Rand der Kapazität und den Veranstalter die IGV-Hessen kräftig ins Schwitzen. Nur dank der vielen IGV-Helfer konnte die Veranstaltung ohne größere Probleme durchgezogen werden.

Sogar die Buschreiter aus Süddeutschland nutzten die Möglichkeit, ihre Pferde auf die neue Saison einzustimmen. Eine große Gruppe kam aus dem Rheinland, unter ihnen Edith Beine, mehrmalige Deutsche Meisterin, Teilnehmerin bei Europa- und
Weltmeisterschaften und Eva Maria Putz mit ihrem „Altefeld's Rob Roy“, Gewinnerin des Trakehner Geländepferde- Championats und des Bundeschampionats 2002.

Bei den Dressurprüfungen konnte man noch feststellen, daß viele Reiter erst am Anfang ihrer Saisonvorbereitung sind. Das anschließende Parcourspringen gefiel den Pferden schon besser. In ihrem Element waren die Pferde jedoch im Geländeparcour. Jetzt war Geländereiten vom feinsten zu sehen, was von den Besuchern in der brechend vollen Halle entsprechend bestaunt und gefeiert wurde.

Viel Lob von allen Seiten erhielt der Parcourbauer Stephan Lehmann, auch Vorsitzender der IGV-Hessen, der mit Hilfe von Wilfried Thiebes aus Bonn-Rodderberg einen sehr anspruchsvollen Parcour, mit viel Liebe zum Detail, aufgebaut hatte. Abgesehen davon, daß einige wenige Reiter ihre Pferde anders als auf die gelernte Art und Weise verlassen mußten, gab es keine Stürze und keine unschönen Bilder, sondern nur tollen Sport.

Davon konnten sich unter vielen anderen Gästen auch die Schirmherrin des Turniers, Frau Dyckerhoff und der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden Herr Niedenthal überzeugen. In der Umbaupause zwischen Springen und Gelände bekamen die zahlreichen Zuschauer und Aktiven noch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten; eine Agilitygruppe führte mit ihren Hunden ihr Können durch und Förster hatten im Geländeparcour ausgestopfte Tiere liebevoll ausgestellt. Schade nur, dass das ausgearbeitete Quiz um diese Tiere nur von wenigen Kindern genutzt wurde.

Zwischen E- und A Gelände gab es noch mal ein paar bange Minuten, als die große Halle trotz eines zusätzlichen Generators einen totalen Stromausfall hatte. Nur dank schnellem Einsatz der Techniker konnte es nach kurzer Zeit weiter gehen.

Nach einem langen Tag standen um 22:00 Uhr dann die Sieger fest.
In der VE wurde die 1.Abt. von Evelyn Bergmann (Schloß Braunfels) mit Dylan gewonnen. Die 2.Abt.ging an Lara Behr (RV Monsheim) mit Viola.

In der VA wurde die 1.Abt.von Eva Christin Putz (RV Hünxe) mit Altefeld's Rob Roy gewonnen. Die 2.Abt. ging an die Hessische Juniorin Saskia Fuchs (Langenselbold) mit Alesi. Die 3.Abt. ging auch an eine Hessin Kristina Kempen (Heftrich) mit Treuhänder.
Der Vorjahressieger Kai-Steffen Meier mit Karambeu M mußte sich dieses
Jahr mit einem 2.Platz zufrieden geben.

Dank der vielen Sponsoren, allen voran dem Hauptsponsor Mitsubishi, Diamant Autowelt Wiesbaden GmbH, ohne die eine solche Veranstaltung nicht mehr durchzuführen ist, war es ein tolles VS-Turnier, das bei den Reitern und Besuchern sehr gut angekommen ist.

Der Veranstalter, die IGV-Hessen, bedauert es sehr, daß das eingeladene
Hessische Fernsehen kein Interesse zeigte, die Veranstaltung einer breiteren, bestimmt interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Schade, eine verpaßte Gelegenheit, auch einmal die schönen und positiven Seiten des VS-Sports zu zeigen.

Von Seiten des Veranstalters muß man sich jedoch jetzt schon Gedanken machen, wie man dem zu erwartenden noch stärkeren Interesse nächstes Jahr begegnen will.
120 Dressur-, Spring- und Gelände-Prüfungen an einem Tag können nur in mind.
3 zur Verfügung stehenden Hallen durchgeführt werden. Es bleiben nur die Möglichkeiten, das Turnier an 2 Tagen durchzuführen, oder man begrenzt die Teilnehmerzahl. Das wirft dann die Frage der Unterbringung von Reiter und Pferd auf.
Eine Teilnehmerbegrenzung würde dann unsere VS-Freunde aus den benachbarten Bundesländern ausschließen, was der Veranstalter nicht möchte, da auf Grund des großen Aufwandes (z. B. Hindernisbau) und der benötigten Hallenkapazität nur noch wenige Hallen-Vielseitigkeiten durchgeführt werden können.

Hans-Dieter Meier

Die Sieger aller drei Abteilungen.